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Gute Regierungsführung
Good Governance – Voraussetzung und Ziel der deutschen Entwicklungszusammenarbeit
Die Förderung von Good Governance ist einer der Schwerpunkte der neuen deutschen Entwicklungspolitik und zentraler Bestandteil der deutschen Entwicklungszusammenarbeit.
Leitendes Oberziel ist es, bei der Gestaltung und Umsetzung entwicklungspolitischer Maßnahmen die Auseinandersetzung mit Governance-Themen zu intensivieren und Good Governance in allen Sektoren aktiv zu fördern.
Ob und in welcher Form Deutschland mit einem Land entwicklungspolitisch zusammenarbeitet, hängt von der seiner Entwicklungsorientierung und seinen internen Rahmenbedingungen ab. Je legitimierter und entwicklungsorientierter staatliche Akteure und je stabiler die Institutionen eines Partnerlandes sind, desto besser kann Entwicklungspolitik wirken und den Menschen vor Ort zugutekommen.
Das deutsche Good-Governance-Verständnis wird unter anderem in einem Kriterienkatalog des BMZ deutlich, mit dessen Hilfe die Entwicklungsorientierung der Partnerländer jährlich beurteilt wird. Wichtige Kriterien sind:
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armutsorientierte und nachhaltige Politikgestaltung
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Achtung, Schutz und Gewährleistung aller Menschenrechte
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Demokratie und Rechtsstaatlichkeit
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Leistungsfähigkeit und Transparenz des Staates
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kooperatives Verhalten in der Staatengemeinschaft
Good Governance ist aber nicht nur Voraussetzung, sondern auch Ziel der deutschen Entwicklungszusammenarbeit. Das BMZ-Konzept 172 "Förderung von Good Governance in der deutschen Entwicklungspolitik" und das Strategiepapier 01 "Die Förderung konstruktiver Staat-Gesellschaft-Beziehungen – Legitimität, Transparenz, Rechenschaft" formulieren den Rahmen für die praktische Ausgestaltung der deutschen Politik in diesem Bereich.
Dabei stellt das BMZ-Konzept 172 Partnerländer mit einer entwickelten Staatlichkeit in den Mittelpunkt, die im Sinne der Paris-Erklärung bei der Umsetzung von Staats- und Verwaltungsreformen sowie Sektorreformpolitiken unterstützt werden. Das Strategiepapier 01 beleuchtet grundsätzlich die Bedeutung von konstruktiven Staats-Gesellschafts-Beziehungen und politischer Teilhabe. Um Governance-Strukturen zu stärken und die Leistungsfähigkeit des Staates zu verbessern, wird nicht nur die jeweilige Regierung dabei unterstützt, entsprechende rechtliche und institutionelle Rahmenbedingungen zu schaffen und zu verankern. Das deutsche Engagement zielt immer auch auf die Good Governance ab, die befähigt werden soll, ihre Interessen zu formulieren und einzubringen.
Zusätzlich benennt das BMZ-Konzept 149 "Entwicklungsorientierte Transformation bei fragiler Staatlichkeit und schlechter Regierungsführung" die Handlungsstrategien für Länder mit einer weniger entwickelten beziehungsweise fragilen Staatlichkeit oder niedrigem Governance-Niveau. Diese Konzepte ergänzen sich somit gegenseitig und sind eingebettet in die Bemühungen der internationalen Staatengemeinschaft.
Der Aktionsplan "Zivile Krisenprävention, Konfliktlösung und Friedenskonsolidierung" der Bundesregierung aus dem Jahr 2004 weist zudem auf die Bedeutung von guter Regierungsführung für die Friedensentwicklung hin und erklärt verantwortliche Regierungsführung, Rechtsstaatlichkeit, Demokratie, Zivilgesellschaft und Medien zu "strategischen Ansatzpunkten der Krisenprävention".
Im Entwicklungspolitischen Aktionsplan für Menschenrechte (2008 bis 2010) wird der enge Zusammenhang zwischen der Stärkung von Good Governance und der Förderung von Menschenrechten betont.
Informationen

Publikationen

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Förderung von Good Governance in der deutschen Entwicklungspolitik
BMZ Konzepte 172
(PDF 336 KB, barrierefrei) -
Die Förderung konstruktiver Staat-Gesellschaft-Beziehungen – Legitimität, Transparenz, Rechenschaft.
Strategiepapier 01–2010
(PDF 491 KB, barrierefrei) -
Entwicklungsorientierte Transformation bei fragiler Staatlichkeit und schlechter Regierungsführung
BMZ Konzepte 149
(PDF 718 KB, barrierefrei) -
Menschenrechte in
der deutschen Entwicklungspolitik
(PDF 347 KB, barrierefrei) -
Krisenprävention mit zivilen Mitteln – Ein Beitrag zu Frieden und Sicherheit
(PDF 3,7 MB, barrierefrei)





