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Reproduktive Gesundheit und Bevölkerungsdynamik

Hintergrund: Sexuelle und reproduktive Gesundheit und Rechte, Bevölkerungsdynamik
"Sexuelle und reproduktive Gesundheit und Rechte (SRGR)" – dieser Fachbegriff wird in der Entwicklungspolitik verwendet, weil er am besten verdeutlicht, worum es geht: Um uneingeschränktes körperliches und seelisches Wohlbefinden in Bezug auf alle Bereiche der Sexualität und Fortpflanzung der Menschen.
Die Förderung sexueller und reproduktiver Gesundheit sowie die Verwirklichung der entsprechenden Rechte sind wichtige Schritte auf dem Weg zu einer zukunftsweisenden Familienplanung. Sie sind außerdem ein wesentlicher Beitrag zu nachhaltiger Entwicklungspolitik. Dazu gehören auch das Engagement gegen geschlechtsspezifische Gewalt – unter anderem gegen die immer noch weit verbreitete Genitalverstümmelung von Mädchen und Frauen – und das Engagement gegen sexuell übertragbare Krankheiten.
Sexuelle und reproduktive Gesundheit bedeutet, ein befriedigendes und der Gesundheit förderliches, ungefährliches Sexualleben zu führen. Sie beinhaltet das Recht auf Freiheit von sexuellem Zwang und sexueller Gewalt. Sie bedeutet auch, gut informiert zu sein und frei über die individuelle Familienplanung entscheiden zu können, zum Beispiel ob und wann man Kinder bekommen möchte und wie groß die Familie werden soll. Der Begriff bezieht sich auf alle Phasen des Lebens, auch auf die Kindheit, die Jugend und das Alter.
Recht auf Zugang zu Informationen und Verhütungsmitteln
Voraussetzung für sexuelle und reproduktive Gesundheit ist der Zugang zu seriösen Informationen über die menschliche Sexualität und die Möglichkeiten der Familienplanung. Jede Frau und jeder Mann weltweit hat das Recht auf diese Informationen.
Ebenso hat jeder Mensch das Recht, auf Wunsch Zugang zu Verhütungsmitteln oder anderen modernen Methoden der Familienplanung zu erhalten – unabhängig von Alter oder Familienstand. Die Verhütungsmethoden müssen sicher, wirksam und bezahlbar sein.
Sollten kulturelle Regeln oder gesetzliche Bestimmungen dieses Recht begrenzen, müssen unter Berücksichtigung der international anerkannten Menschenrechte und internationaler Übereinkommen Wege gefunden werden, schrittweise zur Verwirklichung der sexuellen und reproduktiven Rechte im jeweiligen Land beizutragen.
Recht auf Zugang zu Gesundheitsdiensten
Eine ausreichende und angemessene medizinische Versorgung kann verhindern, dass Kinder und Frauen an vermeidbaren Krankheiten leiden oder sogar daran sterben. Zugang zu entsprechenden Gesundheitsdiensten für Frauen und Kinder ist ein Menschenrecht.
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