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Arbeitsfelder
Müttergesundheit
Immer noch erleiden Millionen von Frauen Komplikationen in Verbindung mit Schwangerschaft und Geburt, die heute vermeidbar wären – jeden Tag sterben schätzungsweise 1.000 Frauen daran, die meisten in Entwicklungsländern.
Die deutsche Entwicklungspolitik unterstützt eine Reihe von Partnerländern bei der Verbesserung der Qualität, Verfügbarkeit und Zugänglichkeit von Gesundheitsdiensten für Schwangere und Mütter. Das Basisangebot der reproduktiven Gesundheit umfasst Untersuchungen während der Schwangerschaft und nach der Geburt, professionelle Betreuung bei der Geburt und eine Erstversorgung des Neugeborenen.
Zur Betreuung der Schwangerschaft und der Geburt gehört grundsätzlich die Förderung des Stillens. Bei HIV-positiv getesteten Müttern gilt es, das Risiko einer HIV-Infektion des Kindes mit der Gefahr der Unterernährung und Erkrankung durch unsauberes Wasser abzuwägen. Wenn möglich, erhalten die Schwangeren und Wöchnerinnen einen freiwilligen HIV-Test mit individueller Beratung. Infizierten Frauen wird eine medikamentöse Therapie angeboten, mit der es möglich ist, das Risiko der Übertragung des HI-Virus auf das Kind bei der Geburt erheblich zu senken.
Deutschland setzt sich auch für die Bereitstellung qualifizierter Versorgungs- und Beratungsleistungen nach Schwangerschaftsabbrüchen ein und trägt zu deren Vermeidung bei, indem es die breite und zuverlässige Versorgung mit Verhütungsmitteln unterstützt. Schwangerschaftsabbrüche sind für die deutsche Entwicklungszusammenarbeit kein Mittel der Familienplanung.
Die Reduzierung des Risikos von Frauen und Mädchen, sich mit HIV zu infizieren und die Verbesserung ihres Zugangs zu Prävention, Behandlung und Fürsorge erfordern eine bessere Verzahnung anderer Gesundheitsbereiche mit der sexuellen und reproduktiven Gesundheit. Die Verbesserung der Mutter-Kind-Gesundheit kann nur durch die Integration von Diensten erreicht werden, welche unter anderem die Schwangerenvor- und -nachsorge, sexuelle und reproduktive Gesundheitsdienste einschließlich Familienplanung und medikamentöse Prävention umfassen.







