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Müttergesundheit

Sambia: Eine Mutter trägt ihr Kind in einem Tuch auf dem Rücken und wartet vor einem Behandlungszentrum für Mütter und Kinder. Urheberrecht: Manoocher Deghati/IRINImmer noch erleiden Millionen von Frauen Komplikationen in Ver­bin­dung mit Schwanger­schaft und Geburt, die heute ver­meid­bar wären – jeden Tag sterben schät­zungs­weise 1.000 Frauen daran, die meisten in Ent­wick­lungs­ländern.

Die deutsche Entwicklungs­politik unterstützt eine Reihe von Partner­ländern bei der Verbesserung der Qualität, Verfüg­bar­keit und Zu­gäng­lich­keit von Gesund­heits­diensten für Schwangere und Mütter. Das Basis­an­ge­bot der reproduktiven Gesund­heit umfasst Unter­suchungen während der Schwanger­schaft und nach der Geburt, pro­fes­sio­nelle Betreu­ung bei der Ge­burt und eine Erst­ver­sor­gung des Neu­geborenen.

Zur Betreuung der Schwangerschaft und der Geburt gehört grund­sätz­lich die För­de­rung des Stil­lens. Bei HIV-positiv ge­tes­te­ten Müt­tern gilt es, das Risiko einer HIV-Infektion des Kindes mit der Gefahr der Unter­er­näh­rung und Er­kran­kung durch un­sau­be­res Wasser ab­zu­wägen. Wenn mög­lich, er­hal­ten die Schwan­ge­ren und Wöch­ner­innen einen frei­wil­ligen HIV-Test mit indi­vi­du­el­ler Beratung. In­fi­zierten Frauen wird eine medi­ka­men­tö­se The­ra­pie angeboten, mit der es möglich ist, das Risiko der Über­tra­gung des HI-Virus auf das Kind bei der Geburt erheblich zu senken.

Deutschland setzt sich auch für die Bereitstellung qualifizierter Versorgungs- und Beratungsleistungen nach Schwan­ger­schafts­ab­brüchen ein und trägt zu deren Ver­mei­dung bei, indem es die breite und zu­ver­läs­sige Ver­sor­gung mit Ver­hü­tungs­mit­teln unter­stützt. Schwanger­schafts­ab­brüche sind für die deutsche Ent­wick­lungs­zu­sam­men­arbeit kein Mittel der Familienplanung.

Die Reduzierung des Risikos von Frauen und Mädchen, sich mit HIV zu infizieren und die Verbesserung ihres Zugangs zu Prä­ven­tion, Be­hand­lung und Für­sorge er­for­dern eine bessere Ver­zah­nung anderer Gesund­heits­bereiche mit der sexuellen und re­pro­duk­tiven Gesund­heit. Die Ver­bes­se­rung der Mutter-Kind-Ge­sund­heit kann nur durch die Inte­gra­tion von Diensten erreicht werden, welche unter anderem die Schwan­ge­renvor- und -nachsorge, sexuelle und re­pro­duk­tive Ge­sund­heits­dienste ein­schließ­lich Fami­lien­planung und me­di­ka­men­töse Prä­ven­tion umfassen.

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