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Gesundheit

Afrikanische Mutter mit ihrem Kind. Urheberrecht: BMZ

Gesundheit – ein Menschenrecht

Hintergrund

Gesundheit ist umfassendes körperliches und seelisches Wohlbefinden. Viele Menschen in Ent­wick­lungs­ländern haben keine Chance darauf. Die Zahlen sind erschreckend: Noch immer sterben in jedem Jahr mehr als 7,5 Millionen Kleinkinder an Krankheiten, die größtenteils vermeidbar wären. Das sind umgerechnet etwa 21.000 Todesfälle pro Tag. Mehr als 80 Prozent der Opfer entstammen den ärmsten Ländern Subsahara-Afrikas und Südasiens. Jeden Tag sterben weltweit etwa 1.000 Frauen an den Folgen von Schwangerschaft und Geburt, weil es für sie keine ausreichende medizinische Betreuung gibt. Im Jahr 2010 starben nach Schätzungen der Vereinten Nationen 1,8 Millionen Menschen an AIDS. Auch mit Tuberkulose, Malaria, Flussblindheit, Schlafkrankheit oder Denguefieber sind Millionen Menschen infiziert.


Gesundheitssysteme stärken

Die Gesundheit der Menschen in den Entwicklungsländern zu sichern, ist Aufgabe der Gesundheits-, Wirtschafts- und Sozialpolitik vor Ort. Die Bundesrepublik unterstützt ihre Partnerländer dabei und entwickelt gemeinsam mit ihnen Konzepte für die Stärkung ihrer Gesundheitssysteme. Die meisten dieser Gesundheitssysteme leiden unter Mangel an Geld und qualifizierten Fachkräften. Dadurch können viele gesundheitliche Probleme nicht oder zumindest nicht langfristig gelöst werden. Außerdem bestehen innerhalb der Partnerländer häufig regionale Unterschiede beim Zugang zu gleichwertigen Gesundheitsdienstleistungen.


Infektionskrankheiten bekämpfen

In den ärmsten Ländern der Welt sterben in jedem Jahr Millionen Menschen an Epidemien: an AIDS, an Tuberkulose, an Malaria, an der Schlafkrankheit oder an anderen tropischen Krankheiten. Die Ausbreitung der weit verbreiteten Infektionskrankheiten zu stoppen, ist das sechste der insgesamt acht Millenniums­ent­wick­lungs­ziele. Doch trotz großer Bemühungen der internationalen Gemeinschaft breiten sich die Krank­heiten weiter aus. Wenn das sechste Millenniumsentwicklungsziel erreicht werden soll, müssen die An­strengungen zur Krankheitsbekämpfung drastisch verstärkt werden. Es geht dabei um das Leben von Millionen Menschen.


Die Gesundheit von Müttern verbessern

In Entwicklungsländern sterben täglich etwa 1.000 Frauen an den Folgen von Schwangerschaft und Geburt, weil es für sie keine ausreichende medizinische Betreuung gibt. In manchen Ländern stirbt bei jeder 100. Geburt die Mutter. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) nennt dieses Sterben der Mütter eine "un­sicht­bare Epidemie". Sie müsste sich nicht ereignen, die meisten der Todesfälle wären vermeidbar, auch in Entwicklungsländern. Hauptursache dafür, dass Schwangerschaften in vielen Ländern eine Gefahr für das Leben von Frauen bedeuten, ist der Mangel an Aufklärung und an medizinischer Betreuung für Schwangere. Mehr als die Hälfte aller Frauen entbinden ohne die Hilfe einer Hebamme oder einer Ärztin oder eines Arztes.


Kindersterblichkeit senken

Etwa 21.000 Kinder sterben jeden Tag an Krankheiten, die größtenteils vermeidbar und heilbar sind. Millionen Menschen engagieren sich auf der ganzen Welt dafür, diese Tragödie zu beenden. Mehr als ein Drittel der Kinder sterben schon in den ersten Lebenswochen – meistens zu Hause und ohne medizinische Hilfe. Häufige Ursachen für ihren Tod sind Atemwegsinfektionen, Durchfallerkrankungen, Malaria und Masern. Sehr oft verlaufen diese Krankheiten tödlich, weil die erkrankten Kinder unterernährt sind, weil sie kein sauberes Trinkwasser haben und weil sie unter schlechten hygienischen Bedingungen leben müssen. Unterernährung ist in mehr als einem Drittel der Fälle mitverantwortlich für den Tod.


Weiterführende Informationen

Hier finden Sie eine Auswahl von Links auf Dokumente und Internetseiten mit weiterführenden Informationen zum Thema Gesundheit.



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