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Infektionskrankheiten

Bekämpfung der Tuberkulose

Tuberkulose ist noch immer weit verbreitet. Nach Schätzungen der Welt­ge­sund­heits­organisation (WHO) ist ein Drittel der Welt­be­völke­rung mit dem Erreger infiziert. Nur ein kleiner Teil dieser Menschen erkrankt im Laufe des Lebens, 2009 waren es etwa 9,4 Millionen. Etwa 1,7 Millionen Kranke starben 2009 an Tuberkulose. Weil die Erreger immer öfter Resistenzen entwickeln und dadurch die bisher bewährten Medikamente nicht mehr wirken, ist Tuberkulose eine ernste Bedrohung für die Gesundheit der Menschen in allen Ländern.

Das Krankheitsbild tritt besonders bei Patienten mit ge­schwäch­tem Immun­system auf und ist deshalb die häufigste Todes­ursache von AIDS-Kranken. Die Bekämpfung der Tuber­kulose muss darum gemeinsam mit der Bekämpfung von HIV und AIDS erfolgen.

Eine wirkungsvolle Therapiemethode ist die direkt beobachtete Kurzzeittherapie (Directly Observed Treatment Short Course, DOTS). Dabei nehmen die Patienten ihre Medikamente stets unter Aufsicht ein.

Neben dem Engagement in der AIDS-Bekämpfung, das gleich­zeitig auch Angebote für Tuberkulosekranke einschließt, hat die Bundes­republik für die direkte Tuberkulose-Bekämpfung in Afrika und Asien bislang rund 100 Millionen Euro bereitgestellt. Darüber hinaus unterstützt die Bundesrepublik Maßnahmen gegen Tuberkulose über den Globalen Fonds zur Bekämpfung von AIDS, Tuberkulose und Malaria (GFATM), da rund 17 Prozent der Mittel dieses Fonds in entsprechende Programme fließen (deutscher Beitrag zum GFATM insgesamt 200 Millionen Euro im Jahr 2011).

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