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Infektionskrankheiten
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Bekämpfung der Malaria
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schätzt, dass jährlich weltweit fast 800.000 Menschen an Malaria sterben. Besonders betroffen sind Menschen in Afrika, vor allem Kinder unter fünf Jahren. Auch für die Gesundheit von Schwangeren und Neugeborenen ist die Malariainfektion ein großes Risiko.
Die volkswirtschaftlichen Kosten von Malaria sind hoch: Die Krankheit bremst nachweislich das Wirtschaftswachstum. Langfristig kann dadurch das Bruttosozialprodukt besonders betroffener Länder stark sinken.
Malaria trifft vor allem Arme. Obwohl es wirksame Ansätze zur Vorbeugung und Behandlung der Infektion gibt, haben Millionen Menschen in Entwicklungsländern aus Kostengründen keinen Zugang dazu.
Wesentliche Eckpfeiler der Malariakontrolle sind
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die Bekämpfung der Mücken, die die Parasiten übertragen,
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die Vorbeugung gegen Stiche,
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die Vorbeugung gegen Infektionen durch Medikamenteneinnahme und
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die Behandlung von Erkrankungen mit Medikamenten.
In der Malariabekämpfung gibt es keinen "Königsweg" – es ist immer notwendig, einen "Methodenmix" anzuwenden, der zur jeweiligen Situation passt. Insbesondere bei Kindern sind eine schnelle Diagnose und eine effektive medikamentöse Behandlung entscheidend für den Therapieerfolg. Trotz intensiver Forschung ist noch keine wirksame Impfung in Aussicht.
Insektizide
Eine sehr verbreitete Maßnahme ist das Besprühen von Innenräumen ("Indoor residual spraying"). In einigen Ländern wird hierfür immer noch DDT (Dichlordiphenyltrichlorethan) eingesetzt. Gegen dieses Gift sind die Mücken allerdings in sehr vielen Regionen bereits unempfindlich geworden. Weil außerdem bekannt ist, dass DDT gefährliche Langzeitwirkungen hat, unterstützt Deutschland allenfalls äußerst eingeschränkt Maßnahmen mit Verwendung von DDT. Dies geschieht zudem nur im Rahmen von zugelassenen Verwendungsmöglichkeiten bei der Malariabekämpfung.
Auch das Besprühen der Innenräume mit alternativen Substanzen ist nur unter bestimmten Bedingungen zu empfehlen. Die Wirkung ist unter anderem abhängig von den klimatischen Verhältnissen und konstruktionsbedingten Kriterien wie dem Wandmaterial. Hinzu kommt, dass das großflächige Sprühen der Insektizide die Umwelt übermäßig und unnötig belastet. Die Gesundheitsbelastung für Menschen, die in solchen Räumen leben, ist besonders hoch.
Medikamentöse Vorbeugung und Behandlung
Zur Vorbeugung und Behandlung sind verschiedene Medikamente mit unterschiedlichen Wirkungen auf dem Markt. Als Standardempfehlung gilt eine Kombination verschiedener Wirkstoffe mit dem Wirkstoff Artemisinin. Diese Therapieform ist unter dem Kürzel ACT (Artemisinin based combination therapy, Kombinationstherapie auf Basis von Artemisinin) bekannt. ACTs gelten als höchst wirksame Therapien, sie sollten allerdings unter strenger wissenschaftlicher Kontrolle erfolgen, um die Entwicklung von Resistenzen gegen Arteminisin so weit wie möglich zu vermeiden.
Für die Entwicklungszusammenarbeit liegt die Herausforderung darin, geeignete Subventions- und Verteilungswege für die Präparate zu finden. Sie müssen eine sichere Versorgung aller Bevölkerungsschichten ermöglichen. Zusätzlich muss die für die Malariamedikation notwendige fachliche Beratung sichergestellt werden. Für eventuelle Komplikationen bei der Therapie muss geeignete medizinische Infrastruktur vorhanden sein.
Vorbeugung gegen Stiche
Bei den Maßnahmen, welche der Infektion durch Verminderung der Stiche vorbeugen sollen, haben sich vor allem mit Insektiziden imprägnierte Bettnetze bewährt. Sie geben das Kontaktgift langsam in die Luft ab und töten die Insekten am Netz und in der näheren Umgebung. Als Gifte kommen hierbei Substanzen aus der Gruppe der Pyrethroide zum Einsatz, die als gesundheitlich unbedenklich gelten. Die Imprägnierung der Netze wirkt jahrelang und muss erst dann erneuert werden.
Deutsches Engagement
Die Bundesrepublik engagiert sich auf verschiedenen Ebenen für die Bekämpfung der Malaria, vor allem durch Unterstützung des Globalen Fonds zur Bekämpfung von AIDS, Tuberkulose und Malaria (GFATM). Etwa 25 Prozent der deutschen Mittel für den GFATM stehen der Malariabekämpfung zur Verfügung.






