Hauptinhalt

Infektionskrankheiten

Bekämpfung von AIDS

Aidskrankes Mädchen in Tansania, rechts im Bild eine rote "AIDS-Schleife". Urheberrecht: Ute Grabowski/photothek.netDas Kürzel AIDS steht für "Ac­quired Immune Deficiency Syn­drome" und be­deu­tet "er­wor­be­nes Im­mun­schwä­che-Syndrom". Die Krank­heit wird durch das HI-Virus hervorgerufen (menschliches Immunschwäche-Virus, englisch: human im­mu­no­de­ficiency virus, HIV).

AIDS wurde 1981 zum ersten Mal beschrieben. Die Zeit zwischen der Ansteckung mit dem HI-Virus und dem Ausbruch der Krankheit kann wenige Monate, aber auch viele Jahre lang sein. Das bedeutet, dass ein infizierter Mensch den Zeitpunkt des Krank­heits­aus­bruchs nicht kennt, obwohl er schon das HI-Virus in sich trägt. Von einer AIDS-Erkrankung spricht man erst, wenn typische Symptome auftreten. Diese Symptome können sehr unter­schied­lich sein. Sie beruhen auf dem Zusammenbruch der auf be­stimm­ten Blutzellen basierenden Immunabwehr des Kranken.

Das Gemeinsame Programm der Vereinten Nationen zu HIV/AIDS (UNAIDS) veröffentlicht regelmäßig aktuelle Berichte und Statistiken über HIV und AIDS. Die zurzeit vorliegenden gesicherten Zahlen beziehen sich auf das Jahr 2010, in dem weltweit etwa 34 Millionen Menschen mit HIV lebten. Etwa 2,7 Millionen Menschen haben sich 2010 neu mit dem menschlichen Immunschwäche-Virus (Humanes Immundefizienz-Virus, HIV) infiziert. Rund 1,8 Millionen Menschen, darunter etwa 260.000 Kinder, sind 2010 an AIDS gestorben.

Zwar sind Erfolge bei der Bekämpfung von HIV zu verzeichnen, die Ausbreitung des HI-Virus ist jedoch nicht gestoppt. Die Zahl der jährlichen Neuinfektionen ging zwischen 1997 und 2010 um 21 Prozent zurück, die Zahl der AIDS-bedingten Todesfälle ist leicht gesunken. Diese Erfolge sind auf Präventions­bemühungen, auf die Erweiterung des Zugangs zu anti­retro­viralen Me­di­ka­men­ten und auf die verstärkte Be­treu­ung und Unter­stützung von Menschen, die mit HIV leben, vor allem in Entwicklungs- und Schwellen­ländern zurückzuführen. Jedoch infizieren sich noch immer mehr als 7.300 Menschen jeden Tag neu, täglich sterben rund 4.900 Menschen an AIDS.

HIV und AIDS können nur dann langfristig eingedämmt werden, wenn die Anstrengungen im Kampf gegen die Krankheit verstärkt werden: Durch wachsende politische Unterstützung von Re­gie­rungen, mehr Information und Aufklärung über das HI-Virus und die AIDS-Krankheit, durch besseren Zugang zu Kondomen, durch eine Stärkung der Gesundheits­systeme als Grundstein zur Verbesserung der medizinischen Versorgung und durch be­zahl­bare Medikamente, die die Virus­vermehrung stoppen. Auch die Verzahnung von Strategien, Programmen und Dienst­leis­tun­gen im Bereich HIV/AIDS und der sexuellen und reproduktiven Gesundheit sowie die Förderung der Gleichberechtigung der Geschlechter ist ein wichtiger Aspekt.

Weiterführende ausführliche Informationen über den Einsatz Deutschlands für die Bekämpfung von AIDS in den Ent­wick­lungs­ländern finden Sie hier:

Service-Links & Inhaltsverzeichnis

Lexikon der Entwicklungspolitik
Fenster schließen