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Ein Mädchen in Pakistan wird gegen Masern geimpft. Urheberrecht: Muzammil Pasha/UNICEF

Gesundheit fördern
Leben retten

Gesundheit – ein Menschenrecht

Gesundheit ist umfassendes körperliches und seelisches Wohlbefinden. Viele Menschen in Ent­wick­lungs­ländern haben keine Chance darauf. Die Zahlen sind erschreckend: Noch immer sterben in jedem Jahr mehr als 7,5 Millionen Kleinkinder an Krankheiten, die größtenteils vermeidbar wären. Das sind umgerechnet etwa 21.000 Todesfälle pro Tag. Mehr als 80 Prozent der Opfer entstammen den ärmsten Ländern Subsahara-Afrikas und Südasiens. Jeden Tag sterben weltweit etwa 1.000 Frauen an den Folgen von Schwangerschaft und Geburt, weil es für sie keine ausreichende medizinische Betreuung gibt. Im Jahr 2010 starben nach Schätzungen der Vereinten Nationen 1,8 Millionen Menschen an AIDS. Auch mit Tuberkulose, Malaria, Flussblindheit, Schlafkrankheit oder Denguefieber sind Millionen Menschen infiziert.


Gemeinsam gegen HIV und AIDS

Das Humane Immunschwäche Virus (HIV) ist inzwischen seit 30 Jahren bekannt und hat sich auf der gesamten Welt verbreitet. Schätzungsweise tragen heute rund 34 Millionen Menschen das HI-Virus in sich, welches das Immunsystem zerstört und zum Immunschwächesyndrom AIDS führt. Wenn keine Behandlung erfolgt, führt die Krankheit langfristig zum Tod. Sehr viele Betroffene leben in Ent­wick­lungs­ländern, besonders viele in den Staaten Afrikas südlich der Sahara. Dort waren 2010 fast 23 Millionen Menschen mit HIV infiziert; in einzelnen Ländern sind mehr als ein Fünftel der Erwachsenen Träger des Virus. HIV bedroht dadurch die Existenz ganzer Gesellschaften. Dies ist nicht nur eine menschliche, sondern auch eine wirtschaftliche Katastrophe und gefährdet die nachhaltige Entwicklung der betroffenen Staaten. Die Eindämmung von HIV und AIDS ist eine der größten Herausforderungen für die internationale und deutsche Entwicklungspolitik.


Sexuelle Gesundheit/Bevölkerungsdynamik

"Sexuelle und reproduktive Gesundheit und Rechte (SRGR)" – dieser Fachbegriff wird in der Entwicklungspolitik verwendet, weil er am besten verdeutlicht, worum es geht: Um uneingeschränktes körperliches und seelisches Wohlbefinden in Bezug auf alle Bereiche der Sexualität und Fortpflanzung der Menschen. Die Förderung sexueller und reproduktiver Gesundheit sowie die Verwirklichung der entsprechenden Rechte ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer zukunftsweisenden Familienplanung und ein wesentlicher Beitrag zu nachhaltiger Entwicklungspolitik. Dazu gehören auch das Engagement gegen geschlechtsspezifische Gewalt – wie die immer noch weit verbreitete Genitalverstümmelung von Mädchen und Frauen – und das Engagement gegen sexuell übertragbare Krankheiten. Die Bezeichnung SRGR bezieht sich auf alle Phasen des Lebens, also auch auf die Kindheit, die Jugend und das Alter.


Stärkung von Gesundheitssystemen

In vielen Entwicklungs- und Schwellenländern sind die Gesundheitssysteme noch nicht leistungsfähig genug. Große Teile der Bevölkerung – insbesondere arme Menschen und Menschen in ländlichen Regionen – werden dort nicht ausreichend und angemessen medizinisch versorgt. Der Aufbau eines leistungsfähigen Gesundheitssystems ist eine wichtige Voraussetzung für die Entwicklung eines Landes. Deshalb gehört die Stärkung von Gesundheitssystemen zu den Schwerpunkten der deutschen Entwicklungszusammenarbeit im Gesundheitssektor



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