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HIV und AIDS

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Der deutsche Beitrag zur Antwort der Weltgemeinschaft auf die Herausforderung durch HIV
Deutschland gehört weltweit zu den größten Gebern von Mitteln für die Bekämpfung von HIV. Die Bundesrepublik hat allein im Jahr 2008 rund 738 Millionen Euro für ihr entwicklungspolitisches Engagement im Gesundheitssektor bereitgestellt. Einen großen Anteil daran hatten Gelder für Maßnahmen im Zusammenhang mit der HIV-Epidemie.
Die deutschen Mittel werden in der bilateralen Entwicklungszusammenarbeit sowie über multilaterale Organisationen und Fonds eingesetzt. Im Bereich der bilateralen Entwicklungszusammenarbeit hat die Bundesrepublik mit 16 Partnerländern und zwei Regionen den Arbeitsschwerpunkt "Gesundheit, Familienplanung, HIV/AIDS" vereinbart.
Neben diesen direkten Maßnahmen gegen die Epidemie tragen aber auch weitere Programme der deutschen Entwicklungszusammenarbeit dazu bei, die HIV-Epidemie zu stoppen. Ähnlich wie der Kampf gegen die Armut ist auch das Engagement gegen HIV und AIDS ein übergreifendes Ziel der deutschen Entwicklungspolitik. Das Engagement der deutschen Regierung basiert dabei auf vier grundlegenden Prinzipien:
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Schutz der Menschenrechte,
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Mainstreaming von HIV als Querschnittsaufgabe,
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Kapazitätsentwicklung und
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Förderung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern.
Die wichtigsten Ziele des deutschen Engagements sind, die Anzahl von Neuinfektionen zu reduzieren, die Gesundheitsversorgung und Therapie zu stärken und mit HIV lebende Menschen und ihre Familien in die Lage zu versetzen, ein würdevolles Leben zu führen. Dadurch sollen die sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen von HIV und AIDS gemildert werden.
Deutsches Engagement auf internationaler Ebene
Im Kampf gegen HIV und AIDS arbeitet Deutschland intensiv mit internationalen Organisationen zusammen. Die Bundesrepublik beteiligt sich mit erheblichen Mitteln an der Finanzierung des Globalen Fonds zur Bekämpfung von AIDS, Tuberkulose und Malaria (Global Fund to Fight AIDS, Tuberculosis and Malaria, GFATM).
Seit Jahren unterstützt Deutschland auch die Europäische Union und die Weltbank bei der HIV-Bekämpfung. Hinzu kommt die Zusammenarbeit mit zahlreichen UN-Organisationen in diesem Bereich. Zu diesen Organisationen gehören das gemeinsame Programm der Vereinten Nationen zu HIV/AIDS (UNAIDS), das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF), das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) und der Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen (UNFPA).
Koordinierung und Harmonisierung
Ein wichtiges Ziel der deutschen Entwicklungspolitik ist die Koordinierung und Harmonisierung der Anstrengungen von Gebern und Kooperationspartnern zur Bekämpfung von HIV und AIDS. Die Bundesregierung unterstützt die von UNAIDS konzipierte und gemeinsam mit dem GFATM und der Weltbank vorbereitete "Three Ones"-Initiative, die drei Zielsetzungen hat: Erstens, einen gemeinsamen, abgestimmten nationalen Rahmen für die Erstellung von Aktionsplänen; als Zweites eine nationale multisektorale HIV-Koordinierungsstelle sowie drittens ein abgestimmtes landesweites Beobachtungs- und Auswertungssystem (Monitoring und Evaluierung).
Innerhalb der deutschen Entwicklungszusammenarbeit wird gleichzeitig kontinuierlich daran gearbeitet, die Vernetzung der verschiedenen deutschen Akteure zu intensivieren, um weitere Synergieeffekte bei der HIV-Bekämpfung zu erreichen.
Deutsche Programme zur HIV-Bekämpfung
Die deutschen Programme zur HIV-Bekämpfung in den Entwicklungsländern konzentrieren sich auf fünf wichtige Arbeitsfelder:
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Kooperation und Koordination der verschiedenen Akteure bei der Bekämpfung der Epidemie
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Prävention
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Stärkung der Gesundheitsversorgung und der Therapie
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Entwicklung eines Klimas der Solidarität und Nichtdiskriminierung
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Überprüfung und Qualitätssicherung aller Maßnahmen
Bei allem hat der Mainstreaming-Ansatz entscheidende Bedeutung. Das heißt unter anderem:
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HIV-Maßnahmen erfolgen integriert unter Nutzung von Synergien (HIV-Maßnahmen werden mit Maßnahmen zur Förderung der sexuellen und reproduktiven Gesundheit verbunden; das Engagement gegen HIV wird mit Gesundheitssystemstärkung und Förderung der Bluttransfusionssicherheit gekoppelt; multilaterale und bilaterale Mittel der Entwicklungszusammenarbeit werden so eingesetzt, dass sie zusammenwirken; das Engagements des Privatsektors in Afrika bei der Gesundheitsförderung und bei der Bekämpfung von HIV wird durch regionale Organisationen und Arbeitsplatzprogramme gefördert).
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Geschlechterungleichheiten werden bei der Planung, Durchführung und Evaluierung von Maßnahmen gegen HIV berücksichtigt.
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Die Nutzung von Ansätzen zur Schadens- und Risikominimierung (Harm Reduction) wird bei Menschen, die Drogen injizieren, als wirksames Mittel der HIV-Prävention gefördert.
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Die sozialen Folgen von HIV und AIDS werden durch Unterstützungsangebote für arme Haushalte und für AIDS-Waisen und andere schutzbedürftige Kindern gemindert.
Wichtige Grundlage sind die Beteiligung der Zielgruppen und der Zivilgesellschaft.
Informationen

Siehe auch
- MDG 6: Bekämpfung von HIV/AIDS, Malaria und anderen schweren Krankheiten
- Globaler Fonds zur Bekämpfung von AIDS, Tuberkulose und Malaria (GFATM)
- Gemeinsames Programm
der Vereinten Nationen zu HIV/AIDS (UNAIDS) - Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF)
- Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP)
- Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen (UNFPA)






