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Frieden
Konfliktbearbeitung: Gewaltfreie Lösungen entwickeln
Ein wichtiges Ziel der Entwicklungspolitik ist es, den Partnerländern im Krisenfall zu helfen, Konflikte gewaltfrei zu beenden. Zielgerichtete Maßnahmen sollen dazu beitragen, die Lage zu entschärfen und gemeinsam mit den Akteuren vor Ort eine friedliche Lösung zu entwickeln. Der Dialog auf Regierungsebene und die Stärkung der Fähigkeiten von Entscheidungsträgern in Politik, Staat und Gesellschaft, kooperative Lösungen zu entwickeln, sind zentrale Ansatzpunkte der Entwicklungszusammenarbeit. Durch begleitende Maßnahmen kann sie darüber hinaus den Handlungsspielraum für politische Lösungen erweitern helfen.
Übergreifende Programme verbinden diese Ebenen und sorgen für die Beteiligung verschiedener Bevölkerungsgruppen. So wird sichergestellt, dass die Maßnahmen nicht abgekoppelt vom gesellschaftlichen Diskurs verlaufen.
Bei der Konfliktbearbeitung werden hauptsächlich Instrumente der Technischen Zusammenarbeit eingesetzt. Dazu gehört zum Beispiel die Beratung von Regierungsstellen bei der Umsetzung von Reformen und der Organisation von Friedenskonferenzen. Auch die Förderung lokaler Friedensprojekte und die Fortbildung von Fach- und Führungskräften gehören zu den Einsatzbereichen.
In bewaffneten Konflikten vermittelt die deutsche Entwicklungspolitik nicht selbst, sondern unterstützt die diplomatischen Bemühungen um Friedensverhandlungen. Sie hilft, Friedensprozesse vorzubereiten und vor Ort Vorschläge zur Konfliktbeilegung zu finden. Sie fördert Initiativen auf lokaler Ebene, die Versöhnung und Dialog anstreben.
Entwicklungsorientierte Not- und Übergangshilfe
Weltweit nehmen Naturkatastrophen zu, insbesondere in den ärmeren Ländern. Unter ihren Auswirkungen leiden immer mehr Menschen. Es ist Ziel der deutschen Entwicklungspolitik, im Kontext solcher Sondersituationen den von Not betroffenen Menschen schnell, flexibel und wirksam zu helfen. Dies geschieht durch Maßnahmen und Projekte der entwicklungsorientierten Not- und Übergangshilfe, die die Lücke zwischen humanitärer Soforthilfe und den längerfristigen Maßnahmen der Entwicklungszusammenarbeit schließt.
Die Not- und Übergangshilfe unterstützt die von Vertreibung, Flucht und Naturkatastrophen betroffenen Menschen bei der (Wieder-) Herstellung der erforderlichen Infrastruktur und stabilisiert die sonstigen Lebensgrundlagen.
Die Komplexität der meisten Notsituationen erfordert flankierende Maßnahmen zur Vermeidung von Gewalt und zur Friedensförderung. Dazu setzt die deutsche Entwicklungszusammenarbeit vorrangig präventive Elemente ein.
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