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Frieden

Konfliktbearbeitung: Gewaltfreie Lösungen entwickeln

Ein Beschuldigter steht for einem Gacaca-Gericht in Rwimbogo, Ruanda. Urheberrecht: IRINEin wichtiges Ziel der Entwicklungs­politik ist es, den Partner­ländern im Krisen­fall zu helfen, Konflikte gewaltfrei zu be­enden. Ziel­ge­rich­tete Maßnahmen sollen dazu beitragen, die Lage zu entschärfen und gemeinsam mit den Akteuren vor Ort eine friedliche Lösung zu entwickeln. Der Dialog auf Regierungs­ebene und die Stärkung der Fähigkeiten von Entscheidungs­trägern in Politik, Staat und Gesellschaft, kooperative Lösungen zu entwickeln, sind zentrale Ansatzpunkte der Entwicklungs­zusammenarbeit. Durch begleitende Maßnahmen kann sie darüber hinaus den Handlungs­spielraum für politische Lösungen erweitern helfen.

Übergreifende Programme verbinden diese Ebenen und sorgen für die Beteiligung verschiedener Bevölkerungsgruppen. So wird sichergestellt, dass die Maßnahmen nicht abgekoppelt vom gesellschaftlichen Diskurs verlaufen.

Bei der Konfliktbearbeitung werden hauptsächlich Instrumente der Technischen Zusammenarbeit eingesetzt. Dazu gehört zum Beispiel die Beratung von Regierungsstellen bei der Umsetzung von Reformen und der Organisation von Friedenskonferenzen. Auch die Förderung lokaler Friedensprojekte und die Fortbildung von Fach- und Führungskräften gehören zu den Einsatzbereichen.

In bewaffneten Konflikten vermittelt die deutsche Entwicklungs­politik nicht selbst, sondern unterstützt die diplomatischen Bemühungen um Friedensverhandlungen. Sie hilft, Friedens­prozesse vorzubereiten und vor Ort Vorschläge zur Konflikt­beilegung zu finden. Sie fördert Initiativen auf lokaler Ebene, die Versöhnung und Dialog anstreben.

Entwicklungsorientierte Not- und Übergangshilfe

Verladen von Nahrungsmittellieferungen. Urheberrecht: bpa, StutterheimWeltweit nehmen Natur­katas­tro­phen zu, insbe­sondere in den ärmeren Ländern. Unter ihren Aus­wirkungen leiden immer mehr Menschen. Es ist Ziel der deutschen Entwicklungs­politik, im Kontext solcher Sonder­situationen den von Not betroffenen Menschen schnell, flexibel und wirksam zu helfen. Dies geschieht durch Maßnahmen und Projekte der entwicklungs­orientierten Not- und Übergangshilfe, die die Lücke zwischen humanitärer Soforthilfe und den längerfristigen Maßnahmen der Entwicklungs­zusammenarbeit schließt.

Die Not- und Übergangshilfe unterstützt die von Vertreibung, Flucht und Naturkatastrophen betroffenen Menschen bei der (Wieder-) Herstellung der erforderlichen Infrastruktur und stabilisiert die sonstigen Lebensgrundlagen.

Die Komplexität der meisten Notsituationen erfordert flankierende Maßnahmen zur Vermeidung von Gewalt und zur Friedens­förderung. Dazu setzt die deutsche Entwicklungszusammenarbeit vorrangig präventive Elemente ein.

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