Im Jahre 2009 wurden nach Untersuchungen der Arbeitsgemeinschaft Kriegsursachenforschung (AKUF) weltweit 34 bewaffnete Konflikte und Kriege geführt. Auch wenn sich damit der positive Trend der vergangenen Jahre fortsetzt und der niedrigste Stand seit 1993 erreicht wurde, bedeuten Krieg und Gewalt in den betroffenen Ländern insbesondere für die Zivilbevölkerung Zerstörung und Elend. Ein Krieg kann ein Land oder eine Region um Jahrzehnte zurückwerfen. Die Kosten für den Wiederaufbau der Infrastruktur sind enorm. Nicht nur Häuser und Straßen, auch soziale Strukturen werden durch Gewalt nachhaltig zerstört; Versöhnung fällt umso schwerer, je mehr menschliches Leid erfahren wurde. Gewalt zu verhindern, bevor sie ausbricht, ist daher das Ziel der Krisenprävention. Voraussetzung ist, die Faktoren zu erkennen, die in den Partnerländern zu Konflikten führen können – zum Beispiel große Unterschiede zwischen Armen und Reichen, die ungerechte Verteilung knapper Ressourcen oder die Missachtung der Menschenrechte.