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Hintergrund
Mangelernährung – der versteckte Hunger
"Am Abend Süßkartoffeln essen, schlafen gehen, am Morgen Süßkartoffeln essen, arbeiten, am Mittag geht es auch ohne",
sagt ein armer Mann aus Vietnam.
Aus: Weltbank-Studie "Voices of the Poor" (Stimmen der Armen)
Viele Menschen in den Entwicklungsländern müssen sich einseitig ernähren. Ihnen steht Tag für Tag nur Reis, Mais, Weizen oder ein anderes Grundnahrungsmittel zur Verfügung. Sie enthalten zwar genug Energie, aber nicht das ganze Spektrum der Nährstoffe, die ein Mensch benötigt. Wenn der Körper zu wenig Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, essenzielle Fettsäuren oder Proteine erhält, hat das auf Dauer ernsthafte gesundheitliche Folgen. Mangelernährung wird deshalb oft als "versteckter Hunger" bezeichnet.
Besonders für kranke Menschen ist eine ausgewogene Ernährung wichtig. Ohne sie wird die Genesung verzögert oder verhindert und viele Medikamente wirken bei Mangelernährung nur schlecht – zum Beispiel die Wirkstoffe, die in der Lage sind, die Vermehrung von HI-Viren zu stoppen. Gute Ernährung dagegen stärkt das Immunsystem und verringert das Infektionsrisiko.
Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind ein Drittel der Menschen in Entwicklungsländern von Vitamin- und Mineralstoffmangel betroffen. Einige Beispiele:
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Jodmangel ist weltweit eine der häufigsten Ursachen für geistige Behinderungen bei Kindern. Aufgrund von Jodmangel während der Schwangerschaft kommen jedes Jahr etwa 20 Millionen Babys mit geistigen Behinderungen auf die Welt. Jodmangel kann außerdem zu Entwicklungsstörungen und verschiedenen anderen Erkrankungen führen.
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Schätzungsweise 140 Millionen Kinder sowie mehr als 7 Millionen schwangere Frauen in den Entwicklungsländern leiden unter Vitamin-A-Mangel. Er führt unter anderem zu Wachstumsstörungen, zu erhöhter Anfälligkeit gegenüber Infektionskrankheiten und ist die Hauptursache für Blindheit von Kindern in Entwicklungsländern.
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Eisenmangel beeinträchtigt die geistige Entwicklung von sehr vielen Kleinkindern in Entwicklungsländern. Bei Erwachsenen senkt Eisenmangel die Arbeitsproduktivität. Das Bruttoinlandsprodukt wird dadurch in einigen Ländern spürbar verringert. Wenn schwangere Frauen an Eisenmangel leiden, erhöht sich ihr Risiko einer Früh- oder Totgeburt – rund die Hälfte aller Schwangeren in Entwicklungsländern sind betroffen.
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Zinkmangel kann bei Kleinkindern das Wachstum stören und sie anfälliger für Infekte machen.
Informationen

Siehe auch
Externe Links
- The State of Food Insecurity in the World 2009. Economic crises – impacts and lessons learned.
Eine Publikation von WFP und FAO
(PDF 2,11 MB, englisch) - 10 Fakten zur Ernährung
Informationen der WHO
(englisch) - Tracking Progress on Child and Maternal Nutrition. A survival and development priority
Eine Publikation von UNICEF
(PDF 4,32 MB, englisch)
