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Internationale Vereinbarungen

Internationale Konferenzen zum Thema Welternährung seit 1996

Mädchen kaut an Zuckerrohr, Ozeanien. Urheberrecht: BMZDas auf dem Welt­ernährungs­gipfel 1996 in Rom formulierte Ziel, die Zahl der Hungernden – oder zumindest ihren Anteil an der Welt­bevölkerung – bis spätestens 2015 zu halbie­ren, wurde seither bei verschiedenen Folge­konferenzen bekräftigt.

So lautet das erste der im Jahr 2000 von der internationalen Gemeinschaft verabredeten Millenniumsentwicklungsziele: "Den Anteil der Weltbevölkerung, der unter extremer Armut und Hunger leidet, bis 2015 halbieren." Und auch auf dem zweiten Welternährungsgipfel "Rom+5" im Juni 2002 bestätigten die anwesenden Delegationen aus 179 Länden und die Europäische Kommission dieses Ziel erneut. Doch 2002 hungerten weltweit noch immer 800 Millionen Menschen.

Um das gesetzte Ziel zu erreichen, wurde 2002 in Rom vereinbart, innerhalb von zwei Jahren freiwillige Leitlinien zur Umsetzung des Rechts auf Nahrung zu erarbeiten. Zu diesem Zweck wurde eine internationale Arbeitsgruppe unter Führung der Welternährungsorganisation (FAO) eingerichtet. Mit diesen im November 2004 beschlossenen Leitlinien existiert jetzt ein international vereinbartes Regelwerk zur guten Regierungs­führung bei der Hungerbekämpfung, das den politischen Willen wesentlich stärken und die nationalen Regierungen bei ihrer Arbeit unterstützen kann. Die Bundesregierung hat diesen Prozess mit initiiert und wesentlich mitgestaltet.

Steigende Lebensmittelpreise führten Anfang 2008 zu einer weltweiten Nahrungsmittelkrise. Aus diesem Grund fanden im Juni 2008 in Rom, im Januar 2009 in Madrid und im November 2009 in Rom weitere Konferenzen zur Ernährungssicherheit statt. Delegierte aus 191 Staaten verständigten sich auf die Verwirklichung einer Globalen Partnerschaft für Landwirtschaft und Ernährungssicherheit (The Global Partnership for Agriculture and Food Security, GPAFS). Teil dieser neuen Partnerschaft sind die Zusagen der G8 und weiterer Partner auf dem G8-Gipfel 2009 in L’Aquila. Demnach sollen bis 2012 insgesamt 20 Milliarden US-Dollar in die Verbesserung der Ernährungssicherung und strukturelle Maßnahmen der ländlichen Entwicklung und Landwirtschaft investiert werden.

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