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Kohärente Agrarpolitik

Stärkung der Märkte in Entwicklungsländern

Sortiment fair gehandelter Produkte. Urheberrecht: TransFairDie Möglichkeiten, Märkte in Ent­wick­lungsländern zu stärken, sind vielfältig. Die Binnenwirtschaft profitiert zum Beispiel von guter Regierungsfüh­rung, guten Transportwegen und guten Informationssystemen. Das Exportgeschäft der Ent­wicklungsländer kann unter anderem durch den Abbau von Handelshemm­nissen vergrößert werden.

Große Potenziale bietet auch der Faire Handel. Die Erzeuger erhalten dabei für ihre Produkte garantierte Mindestpreise die ihnen ermöglichen, ihre Kosten zu decken und noch genug Geld für den Lebensunterhalt zu verdienen. So wird es für viele Bäuerinnen und Bauern möglich, trotz sinkender Weltmarktpreise weiter zu produzieren.

Laut Angaben des Vereins zur Förderung des Fairen Handels mit der "Dritten Welt" e.V. (TransFair) sind zurzeit rund 1,5 Menschen in Lateinamerika, Afrika und Asien am Fairen Handel beteiligt; werden ihre Familienangehörigen mitge­rechnet, profitieren rund 7,5 Millionen Menschen direkt von dieser nachhaltigen Form des internationalen Handels.

Das BMZ ermutigt die deutschen Verbraucherinnen und Verbraucher ausdrücklich dazu, fair gehandelte Produkte zu kaufen.

Auch die Einhaltung von Normen und Standards kann die Konkurrenzfähigkeit der Märkte in Entwicklungsländern verbessern. Wollen Produzentinnen und Produzenten ihre Produkte nach Europa, Nordamerika oder in andere Industrie­staaten exportieren, müssen sie die dort festgelegten Standards einhalten. Für Europa heißt das im Segment der ökologischen Produkte zum Beispiel, dass die Erzeuger sich nach der EU-Öko-Verordnung richten müssen, um ihre Produkte entsprechend vermarkten zu können.

Um den Partnerländern den Marktzugang zu erleichtern, unterstützt Deutschland ihre Regierungen und Wirtschafts­verbände dabei, Zertifizierungs- und Kontrollsystemen für ihre Produkte zu etablieren.

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