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Ernährung

Ein Mähdrescher bei der Roggenernte. Urheberrecht: bpa, Schambeck

Agrarsubventionen abbauen – Chancen der Entwicklungsländer verbessern 

Hintergrund: Agrarsubventionen und Agrarprotektionismus

Agrarsubventionen der Industriestaaten machen es den Menschen in den Entwicklungsländern schwer, ihre Erzeugnisse wettbewerbsfähig auf dem Weltmarkt abzusetzen. Beispiel Baumwolle: Die USA und die EU subventionieren ihre Produktion mit hohen Beträgen. Dadurch können die Produzenten ihre Baumwolle zu einem niedrigen Preis anbieten. Die Baumwollbauern in Afrika erhalten keine vergleichbare finanzielle Unterstützung. Um auf dem Weltmarkt mit ihrer Ware gegen die subventionierte Baumwolle konkurrieren zu können, müssen sie ihre Preise immer weiter senken.


Internationale Agrarpolitik: Chancen auf dem Weltmarkt verbessern

Die von der Europäischen Union beschlossenen Reformen der gemeinsamen Agrarpolitik stellen einen wichtigen Wechsel in der bisherigen Subventionspolitik dar. Insbesondere der Beschluss, Unterstützungsleistungen an die europäische Landwirtschaft unabhängig vom Produktionsumfang zu zahlen, ist ein wichtiger Schritt. So wird der Wettbewerb weniger verzerrt und die Chancen von Entwicklungsländern auf dem Weltmarkt werden verbessert. Die Bundesregierung hat diese Reformen maßgeblich unterstützt.


Marktzugang: Öffnung der Märkte der Industrieländer

Ein wichtiger Schritt zur Verbesserung der Handelschancen von Entwicklungsländern ist die Öffnung der Märkte der Industrieländer für ihre Produkte. Ein Beispiel dafür ist die "Everything-but-arms-Initiative" (EBA-Initiative) der EU. Den ärmsten Entwicklungsländern wurde für ihre Erzeugnisse der freie Marktzugang in die EU eingeräumt, lediglich für drei Produkte – Bananen, Reis und Zucker – gab es bis 2009 Übergangsregelungen.


Stärkung der Märkte: Fairen Handel fördern

Die Möglichkeiten, Märkte in Entwicklungsländern zu stärken, sind vielfältig. Die Binnenwirtschaft profitiert zum Beispiel von guter Regierungsführung, guten Transportwegen und guten Informationssystemen. Das Exportgeschäft der Entwicklungsländer kann unter anderem durch den Abbau von Handelshemmnissen vergrößert werden. Große Potenziale bietet auch der Faire Handel.



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