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Kohärente Agrarpolitik
Hintergrund: Agrarsubventionen und Agrarprotektionismus
Agrarsubventionen der Industriestaaten machen es den Menschen in den Entwicklungsländern schwer, ihre Erzeugnisse wettbewerbsfähig auf dem Weltmarkt abzusetzen. Beispiel Baumwolle: Die USA und die EU subventionieren ihre Produktion mit hohen Beträgen. Dadurch können die Produzenten ihre Baumwolle zu einem niedrigen Preis anbieten. Die Baumwollbauern in Afrika erhalten keine vergleichbare finanzielle Unterstützung. Um auf dem Weltmarkt mit ihrer Ware gegen die subventionierte Baumwolle konkurrieren zu können, müssen sie ihre Preise immer weiter senken.
Allein in den Ländern Benin, Burkina Faso, Mali und Tschad leben rund 10 Millionen Menschen vom Baumwollanbau und -export. Durch die beschriebene Preisverzerrung gehen ihnen jährlich schätzungsweise 250 Millionen US-Dollar an Einnahmen verloren.
Im Jahr 2008 haben die OECD-Länder ihre Landwirtschaft mit 265 Milliarden US-Dollar subventioniert. Zum Vergleich: 2009 betrugen die öffentlichen Leistungen für Entwicklungszusammenarbeit (ODA) der Mitglieder des OECD Entwicklungsausschusses (DAC) 119,6 Milliarden US-Dollar.
Faire Chancen für Entwicklungsländer sind auf dem Weltmarkt nur erreichbar, wenn die Industrieländer ihre Agrarexportsubventionen abbauen und Handelshemmnisse für den Import von Waren aus Entwicklungsländern beseitigen. Für diese Ziele – die auch Inhalt des Koalitionsvertrags zwischen CDU, CSU und FDP sind – setzt sich die deutsche Bundesregierung mit ihrer internationalen Entwicklungs- und Handelspolitik ein.
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