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Agrarforschung
Internationale Kooperation: Forschung als Beitrag zur Ernährungssicherung
Anfang der 1970er Jahre wurde aufgrund des weltweit anhaltenden Bevölkerungswachstums und stagnierender Ernteerträge eine riesige Hungerkrise prognostiziert. Deshalb wurde 1971 die Beratungsgruppe für Internationale Agrarforschung (Consultative Group on International Agricultural Research, CGIAR) gegründet. Sie unterstützt zurzeit 15 internationale Forschungszentren verschiedener Disziplinen. Am Anfang wurden Ertragsverbesserungen für Weizen, Mais und Reis erforscht, später kamen Kartoffeln, Maniok und Hirse sowie wichtige Hülsenfrüchte hinzu. Auch die Entwicklung leistungsfähiger Produktionssysteme in der Tierhaltung, die Bekämpfung von Tierkrankheiten und der Erhalt der genetischen Vielfalt sind Themen dieser angewandten Forschung. Dazu baut die CGIAR zum Beispiel ein weltweites Netz von Genbanken auf.
Als langjähriger Partner der CGIAR wirkt die Bundesrepublik an der Ausrichtung der Forschung mit, und deutsche Wissenschaftler beteiligen sich an Forschungsprojekten. Seit 2007 unterstützt Deutschland den Aufbau eines Forschungsschwerpunktes zur Anpassung der afrikanischen Landwirtschaft an den Klimawandel. 2008 hat Deutschland die CGIAR mit 17,5 Millionen Euro unterstützt. Im Jahr 2010 werden es 21 Millionen Euro sein.
Während die private Agrarindustrie ihre Forschungsergebnisse weitgehend geheim hält und für kommerzielle Zwecke nutzt, ist die öffentliche Forschung allen interessierten Nutzern auf der Welt zugänglich. Innovationen, Expertenwissen und genetische Ressourcen, die in den Genbanken der Forschungsinstitute eingelagert sind, stehen frei zur Verfügung.
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