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Innovative Finanzierungsinstrumente

Solidaritätsabgabe auf Flugtickets

Flugzeuge der  Lufthansa. Urheberrecht: Photothek.net20 Länder haben sich für eine So­li­dari­täts­ab­gabe auf Flug­tickets aus­ge­spro­chen. Neben Frankreich setzen Chile, Dänemark, Großbritannien, Mauritius, Kongo, Mali, Niger, Malta, die Niederlande, Südkorea und die Elfenbeinküste dieses Instrument bereits ein. In Brasilien, Kamerun, Marokko, Zypern, Guinea, Gabun, Jordanien und Madagaskar ist die Einführung geplant. In Frankreich werden durch diese Abgabe jährlich rund 180 Millionen Euro generiert.

Frankreich zahlt 90 Prozent seiner Ein­nahmen aus der Ent­wick­lungs­abgabe in die 2006 gegründete internationale Fazilität zum Kauf von Medikamenten UNITAID ein. Die Einrichtung verhandelt mit der Pharma­industrie und erwirbt große Mengen an Medikamenten gegen HIV/AIDS, Malaria und Tuberkulose zu Niedrig­preisen, die dann den Ent­wicklungs­ländern zur Verfü­gung gestellt werden.

Die Hochrangige Arbeitsgruppe für innovative internationale Finan­zierungs­mechanis­men im Gesundheits­wesen hat im Frühjahr 2009 empfohlen, die Solidaritäts­abgabe auf Flugtickets auf weitere Länder auszuweiten. Dadurch könnten nach Schätzungen in den nächsten Jahren bis zu 200 bis 400 Millionen US-Dollar pro Jahr generiert werden.

Die Bundes­regierung hat im September 2010 im Rahmen der Haushalts­konsoli­die­rung die Einführung einer Luftverkehrs­steuer bis 2013 beschlossen. Eine Zweckbindung der Einnahmen an die Finanzierung der Entwicklungs­zusammen­arbeit ist dabei nicht vorgesehen. Mit der Einbindung des Flugverkehrs in den Emissionshandel ab 2013 werden zusätzliche Mittel für den internationalen Klima­schutz generiert.

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