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Detail  aus einer Tabelle, in die Summen eingetragen sind. Eine Zahl ist mit einem Buntstift rot eingekreist worden. Urheberrecht: Gina Sanders/Fotolia.com

Entwicklung finanzieren

Hintergrund: Entwicklung finanzieren

Mit den Millenniumsentwicklungszielen (MDG) hat die Weltgemeinschaft im Jahr 2000 verbindliche Ziele für nachhaltige Entwicklung vereinbart und gleichzeitig eine Diskussion über die Finanzierung der not­wen­digen Maßnah­men angestoßen. Entwicklungs- und Industrieländer haben 2002 im Monterrey-Konsensus eine Erhöhung der öffentlichen Mittel für Entwicklungs­zusammenarbeit vereinbart und dies in der Erklärung von Doha im Dezember 2008 bestätigt. Doch seitdem sind die Herausforderungen an die Entwicklungs­finanzierung angesichts der globalen Finanz- und Wirtschafts­krise weiter gestiegen.


Entschuldung: Schulden behindern Entwicklung

Hohe Verschuldung ist wie eine Falle, der ein Land aus eigener Kraft nicht mehr entkommen kann. Wenn die Schuldenlast so groß ist, dass Zins- und Tilgungszahlungen selbst bei einem überdurchschnittlichen Wirt­schafts­wachstum kaum mehr zu leisten sind, fehlt das Geld für dringend notwendige Investitionen in die Infra­struk­tur: für Schulen, Krankenhäuser, Kanalisation oder Stromversorgung. Der gemeinsame Weg aus dieser Schuldenfalle ist Entschuldung. Ziel der Entschuldung ist, den armen Ländern zu helfen, das Maß der Schuldenlast auf ein ökonomisch tragbares Niveau zu senken und so einen wirtschaftlichen Neubeginn möglich zu machen.


Innovative Finanzierungsinstrumente: Langfristig stabile und berechenbare Zahlungsströme generieren

Steuern auf internationale Waffenverkäufe, internationale Devisengeschäfte oder auf den Handel mit Emissionszertifikaten, Solidaritätsabgaben auf Flug­tickets, IT-Anschaffungen, Tabakwaren oder Luxusgüter – die Ideen für inno­vative Instrumente zur Entwicklungsfinanzierung sind zahlreich. Doch vielen Vorschlägen sind technische oder politische Hürden gesetzt. In­no­va­ti­ve Fi­nan­zie­rungs­instrumente sollen langfristig stabile und für die Entwick­lungs­länder berechenbare Zahlungsströme generieren – und das möglichst unabhängig von der jeweiligen Haushaltssituation der Geberländer.



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