Hohe Schulden können zu einem Entwicklungshindernis werden, wenn sie die Spielräume für Armutsbekämpfung einengen. Wenn die Schuldenlast so groß ist, dass Zins- und Tilgungszahlungen selbst bei einem überdurchschnittlichen Wirtschaftswachstum kaum mehr zu leisten sind, fehlt das Geld für dringend notwendige Investitionen in die Infrastruktur: für Schulen, Krankenhäuser, Kanalisation oder Stromversorgung. Am meisten davon betroffen sind die Ärmsten. Manche Länder geben für den Schuldendienst bis zu neunmal mehr aus als für die Gesundheitsversorgung ihrer Bevölkerung.