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Erneuerbare Energien
Biomasse:
Energiespender seit Jahrtausenden
Biomasse wird bereits seit Menschengedenken als Energieträger genutzt und ist auch heute noch die wichtigste Quelle für erneuerbare Energie: Mehr als zwei Milliarden Menschen nutzen Brennholz und Holzkohle zum Kochen und Heizen. In den afrikanischen Ländern südlich der Sahara sind knapp 90 Prozent der Bevölkerung auf diese Brennstoffe angewiesen. Für sie ist Biomasse die einzige Energieressource.
Zur Biomasse zählt nicht nur Holz; auch Agrarabfälle, wie beispielsweise Stroh und Tierdung, und verschiedene Pflanzenöle und Biogas gehören dazu. Der große Vorteil von Biomasse gegenüber fossilen Brennstoffen: Sie gilt als emissionsneutral. Bei der Verfeuerung setzt Biomasse nur so viel Kohlendioxid frei, wie die Pflanzen, aus denen sie entstanden ist, zuvor der Luft entzogen haben.
Allerdings ist die traditionelle Nutzung von Biomasse auch mit Problemen verbunden: Ihr Energiegehalt wird meistens nur sehr ineffizient genutzt. Der Brennstoffbedarf ist dadurch sehr hoch, was zum Abholzen der Wälder beiträgt. Außerdem sind die offenen Feuerstellen in den Hütten sehr gesundheitsschädlich.
Die Bundesrepublik fördert daher unter anderem den Umstieg auf kleine Biogasanlagen, moderne Holzkochöfen oder Pflanzenölkocher. Sie verbrennen Biomasse umwelt- und gesundheitsfreundlicher und nutzen die Energie sehr effizient. In Afrika südlich der Sahara unterstützt das BMZ ein Programm zur Einsparung von Biomasse-Energie (Programme for Basic Energy and Conservation, ProBEC). In Zusammenarbeit mit staatlichen Institutionen und lokalen Kleinproduzenten werden vor Ort einfache Ton- und Metallherde hergestellt, die bis zu 90 Prozent weniger Feuerholz verbrauchen.
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