Obwohl die Zahl der Analphabeten seit 1990 gesunken ist, gibt es weltweit immer noch etwa 759 Millionen Jugendliche und Erwachsene, die nicht lesen und schreiben können. Davon sind fast zwei Drittel Frauen. Mindestens 72 Millionen Kinder im Grundschulalter haben keine Möglichkeit, zur Schule zu gehen. Weil diese Zahlen der Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO) auf amtlichen Erhebungen der Staaten beruhen, muss befürchtet werden, dass die Dunkelziffern sehr viel höher liegen. In vielen Krisenregionen werden keine Bildungsstatistiken erstellt. Menschen den Zugang zu Bildung zu verwehren, heißt, ihnen ein elementares Menschenrecht vorzuenthalten. Ohne Bildung ist menschliche Entwicklung nicht möglich. Sie zu fördern, ist deshalb eine wichtige Aufgabe der internationalen und deutschen Entwicklungspolitik.