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Schülerinnen der deutschen internationalen Schule in Indonesien. Urheberrecht: bpa, Kühler

Bildung für alle 

Hintergrund: Bildung – ein Menschenrecht

Obwohl die Zahl der Analphabeten seit 1990 gesunken ist, gibt es weltweit immer noch etwa 759 Millionen Jugend­liche und Erwachsene, die nicht lesen und schreiben können. Davon sind fast zwei Drittel Frauen. Mindestens 72 Millionen Kinder im Grund­schul­alter haben keine Mög­lich­keit, zur Schule zu gehen. Weil diese Zahlen der Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO) auf amtlichen Erhebungen der Staaten beruhen, muss befürchtet werden, dass die Dunkel­ziffern sehr viel höher liegen. In vielen Krisen­regionen werden keine Bildungs­statistiken erstellt. Menschen den Zugang zu Bildung zu verwehren, heißt, ihnen ein elementares Menschen­recht vor­zu­ent­halten. Ohne Bildung ist menschliche Entwicklung nicht möglich. Sie zu fördern, ist deshalb eine wichtige Aufgabe der internationalen und deutschen Entwicklungspolitik.


Formale Grundbildung: Bildung für alle

"Bildung für alle" ist das ehrgeizige Ziel der internationalen Gemeinschaft. Sie hat sich im Aktions­plan von Dakar und in der Millenniumserklärung verpflichtet, bis zum Jahr 2015 allen Kindern Zugang zur formalen Grund­bildung zu verschaffen. Nach inter­natio­nalem Verständnis wird unter formaler Grund­bildung die Schul­bildung für Kinder und Jugend­liche unter 15 Jahren verstanden. Je nach Bildungs­system umfasst sie die Vor- und Grund­schule sowie die untere Stufe der Sekundar­schule. Deutschland unter­stützt seine Partner­länder dabei, den Zugang zu Grund­bildung – insbesondere für Mädchen – zu erweitern, die Qualität des Unter­richts zu verbessern und auch außerschulische Bildungs­aktivitäten zu fördern.


Berufliche Bildung: Neue Chancen und Perspektiven

Mit der Ausweitung des Grundbildungsangebotes steigt auch die Nach­frage nach Bildungsangeboten im sekundären und tertiären Bereich und in der Berufsbildung. In den nächsten Jahren müssen viele Ent­wick­lungs­länder deshalb ihre Bildungs­systeme ausweiten. Dabei ist es wichtig, Schnitt­stellen zwischen der Grund­bildung und den weiter­führenden Formen der Bildung zu schaffen. Beruf­liche Bildung eröffnet dem Einzelnen die Chance einer Beschäftigung oder einer selbst­ständigen Tätigkeit. Vor allem für Jugend­liche ist das wichtig. Durch berufliche Bildung bekommen sie neue Perspektiven und die Mög­lich­keit, einen Weg aus der Arbeitslosigkeit zu finden.


Hochschulbildung: Verantwortliche für morgen ausbilden

Bildung, Wissenschaft und Forschung sind für die gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung eines Landes unverzichtbar. Im Zuge der Globalisierung wird Wissen immer mehr zum entscheidenden Stand­ort­vorteil im internationalen Wett­bewerb. Viele ärmere Länder besitzen jedoch nicht die wissen­schaft­liche Kapazität, das inter­national verfügbare Wissen zu nutzen. Wachsende Studenten­zahlen überfordern die Aufnahme­fähigkeit der Universitäten, die Lehr­pläne sind oft veraltet, und die Dozenten sind schlecht ausgebildet, unterbezahlt und wenig motiviert.


Weiterführende Informationen

Hier finden Sie eine Auswahl von Links auf Dokumente und Internetseiten mit weiterführenden Informationen zum Thema Bildung.



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