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Hintergrund

Die Bedeutung von Bildung

"Jeder hat das Recht auf Bildung. Die Bildung ist unentgeltlich, zum mindesten der Grund­schul­unterricht und die grundlegende Bildung. Der Grund­schul­unterricht ist obligatorisch. Fach- und Berufs­schul­unterricht müssen allgemein verfügbar gemacht werden, und der Hoch­schul­unterricht muss allen gleicher­maßen entsprechend ihren Fähigkeiten offen stehen ..."
Artikel 26 (1) der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte

Gruppenarbeit in einer Schule in der Provinz Sofala, Mosambik. Urheberrecht: bpaBildung ist ein Menschenrecht. Auf ihrer Basis ent­wick­elt sich die kul­tu­rel­le Identität des Einzelnen und der Gesellschaft. Bildung macht zwar weder satt noch reich und kann auch keine soziale Gerechtigkeit schaffen, sie ist aber die Voraussetzung für eine nachhaltige menschliche Entwicklung und ein friedliches Zusammen­leben. Jedes Kind hat das Recht auf eine Schul­ausbildung und jeder Mensch ein Anrecht darauf, seine grund­legenden Lernbedürfnisse zu befriedigen.

Was bedeutet Bildung für den Einzelnen?

Grundbildung hat die Aufgabe, zum Lernen anzuleiten, zum Weiter­lernen zu befähigen und problemlösendes Denken zu fördern. Neben Lesen, Schreiben und Rechnen müssen Menschen auch Alltags­fähig­keiten ("life skills") erlernen. Dazu gehört zum Beispiel die Fähigkeit zur Selbsthilfe.

Eine gute Grundbildung erhöht das Selbstbewusstsein und die Eigenständigkeit; Wissen ist eine Voraussetzung für selbst­be­stimm­tes Handeln und Partizipation. Bildung ist dadurch auch die Basis einer funktionierenden Demokratie, denn Menschen, die lesen und schreiben können, nehmen schneller und wirkungs­voller an politischen und sozialen Prozessen teil. Sie sind fähig, ihre persönlichen Rechte einzufordern.

Was bedeutet Bildung für die Wirtschaft?

Bildung befähigt Menschen, ihre soziale, kulturelle, gesell­schaft­liche und wirtschaftliche Situation zu verbessern. Sie erhöht die Chancen auf wirtschaftliches Wachstum und ist darum eine wichtige Voraussetzung für die Bekämpfung der Armut.

Gut ausgebildete Arbeitskräfte erhöhen die Qualität und die Quantität der Arbeitsleistungen eines Landes. Hochschulbildung und Forschung sind die Ausgangspunkte für neues Wissen und Innovationen. Diese tragen dazu bei, dass die Wettbewerbs­fähigkeit eines Landes gestärkt wird und hierüber Arbeitsplätze geschaffen werden können.

Was bedeutet Bildung für die Gesellschaft?

Bildung leitet die Menschen zu einem rationalen Verständnis von Zusammenhängen an. Sie schafft Umweltbewusstsein, trägt zur nachhaltigen Nutzung natürlicher Ressourcen bei und bedeutet besonders für Mädchen eine Verbesserung ihrer Lebenssituation.

Auch die reproduktive Gesundheit und die Ernährungs­gewohn­heiten der Menschen können durch Bildung positiv beeinflusst werden. Sie trägt zur Verbesserung der Gesundheitssituation und zur Verringerung der Geburtenraten bei. Mütter mit höherem Bildungs­stand entscheiden sich häufiger, später Kinder zu bekommen, größere Abstände zwischen den Geburten zu planen und medizinische Versorgung in Anspruch zu nehmen. In Entwick­lungs­ländern reduziert jedes zusätzliche Jahr an Schulbildung die Sterblichkeitsrate von Säuglingen um fünf bis zehn Prozent. Kinder, deren Mütter zur Schule gegangen sind, haben eine bessere Chance, auch selbst eingeschult zu werden.

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