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Afrika südlich der Sahara

Kinder in Uganda bilden einen Kreis um ein Wasserpfütze, in der sich ihre Köpfe spiegeln. Urheberrecht: Manoocher Deghati/IRIN

Wasser

Auf dem Weg zur Erreichung der Millenniumsentwick­lungsziele (MDGs) zur Trinkwasser- und Basissanitärversorgung wurden zwar weltweit und auch in Afrika bereits große Fortschritte erzielt, jedoch haben in vielen Ländern Afrikas südlich der Sahara immer noch mehr als die Hälfte der Menschen keinen direkten Zugang zu sauberem Trinkwasser. Im Bereich der Sanitärversorgung sieht die gegenwärtige Situation noch weitaus kritischer aus.

Ohne sauberes Wasser und Basissanitärversorgung haben die Menschen in Afrika keine Chance, einige ihrer schlimmsten Probleme – wie zum Beispiel die hohe Kindersterblichkeit – zu überwinden. Täglich sterben in Afrika Kinder, Frauen und Männer an Krankheiten, die durch unsauberes Wasser verursacht werden und die durch eine hygienische Wasserversorgung leicht zu verhüten wären.

Einer der Arbeitsschwerpunkte der deutschen Zusammenarbeit mit Afrika südlich der Sahara ist darum die Verbesserung der Trinkwasser- und Sanitärversorgung einschließlich der Abwasserentsorgung. Die Bundesrepublik sagt ihren afrikanischen Partnern dafür jährlich etwa 70 Millionen Euro zu. Auch für die Bereiche Wasserressourcenpolitik und -verwaltung sowie Wasserressourcenschutz, sowohl auf nationaler und regionaler Ebene, stellt die Bundesregierung jährlich etwa 20 Millionen Euro zur Verfügung. Sie ist der größte bilaterale Geber im Wassersektor in Subsahara-Afrika.

Um die afrikanischen Partnerländer in ihren Bemühungen zur Erreichung der Millenniumsentwicklungsziele zu unterstützen, hat sich Deutschland verpflichtet, bis zum Jahre 2015 für insgesamt 30 Millionen Menschen in Subsahara-Afrika einen verbesserten Zugang zu Trinkwasser und Basissanitärversorgung zu schaffen.

Ziel des deutschen Engagements ist es, die Gesundheitssituation zu verbessern und die Ernährung zu sichern. Die Bereitstellung von sauberem Trinkwasser wirkt sich zudem erfahrungsgemäß positiv auf die Gleichstellung von Frauen aus, vermindert die Gefahr regionaler Konflikte und fördert die Wirtschaftsentwicklung.

Ein traditionell gebautes Ruderboot auf einem afrikanischen Fluss. Urheberrecht Hugo Rami/IRINViele der Wasser­probleme in Afrika südlich der Sahara werden nicht pri­mär durch Wasser­mangel, sondern durch in­effiziente Versor­gungs­systeme, Missma­nagement, über­triebene Bürokratie und Korruption hervorgerufen. Gut funktionierende Institutionen fehlen oft und in die Ausbildung der Mitarbeiter und die Anlagen wird zu wenig investiert. Wasserprobleme zu beheben ist damit oft vor allem eine politische Aufgabe.

Grundsätze des deutschen Engagements im Wassersektor sind insbesondere die Förderung der Eigeninitiative und Beteiligung der Bevölkerung. Die Vorhaben werden so ausgerichtet, dass sie eine nachhaltige Wirkung entfalten können und dazu beitragen, die Armut zu bekämpfen. Das deutsche Engagement folgt dem Leitbild des Integrierten Wasserressourcen-Management. Bei diesem Ansatz stehen die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und das Ökosystem jeweils als Ganzes im Mittelpunkt.

Besonders erfahren ist die deutsche Entwicklungszusammenarbeit in den Bereichen Reform des Wassersektors, Wasser- und Basissanitärversorgung sowie Management nationaler und regionaler Wasserressourcen.

Detaillierte Informationen über Deutschlands Engagement in diesem Arbeitsschwerpunkt finden Sie in der Broschüre:

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