Hauptinhalt

Afrika südlich der Sahara

Landkarte von Uganda
Flagge von Uganda

Uganda

Im Vergleich zu anderen Ländern südlich der Sahara kann der ostafrikanische Staat Uganda beeindruckende Entwicklungserfolge vorweisen. Mit seiner konsequenten Armutsbekämpfungspolitik in Verbindung mit einer soliden Wirtschafts- und Finanzpolitik hat sich Uganda zu einem der Hoffnungsträger der Region entwickelt.

Die jüngere Geschichte Ugandas war von Schreckensherrschaft und kriegerischen Auseinandersetzungen geprägt. Unter den Machthabern Idi Amin und Milton Obote wurden zwischen 1971 und 1986 mehr als 300.000 Menschen ermordet oder kamen im Krieg und in Internierungslagern ums Leben. In den Folgejahrzehnten kam es vor allem im Norden Ugandas immer wieder zu bewaffneten Konflikten zwischen ugandischen Streitkräften und der Rebellengruppe Lord's Resistance Army (LRA), die zahlreiche Tote und Verletzte in der zivilen Bevölkerung forderten.

Kriege und Terror hatten das wirtschaftliche Leben des Landes ruiniert. Nach der Machtübernahme durch den heutigen Präsidenten Yoweri Museveni im Jahr 1986 konnten jedoch mit einer umfassenden Reformpolitik vielfältige Erfolge erzielt werden. Die Armutsbekämpfungsstrategie Ugandas (Poverty Eradication Action Plan, PEAP) hat dazu beigetragen, dass der Anteil der Menschen, die unterhalb der Armutsgrenze leben, deutlich gesenkt werden konnte: von 56 Prozent in 1992 auf 31 Prozent im Jahr 2007.

Im Sommer 2006 nahm die ugandische Regierung Friedensverhandlungen mit der Lord's Resistance Army auf. Seit März 2008 liegt ein Friedensvertrag vor, dem der Anführer der LRA jedoch bislang seine Unterschrift verweigert. Dennoch wurde der Frieden im Norden des Landes weitgehend wiederhergestellt, so dass mit der Umsetzung des Wiederaufbauplans für Norduganda (Peace, Recovery and Development Plan, PRDP) begonnen werden konnte.

Als Antwort auf die Armutsbekämpfungsstrategie hat Deutschland zusammen mit anderen Entwicklungspartnern eine gemeinsame Geberstrategie erarbeitet, die sich an den formulierten Zielen der ugandischen Regierung orientiert (Uganda Joint Assistance Strategy, UJAS). Sie wurde mittlerweile von zwölf Gebern unterzeichnet.

Aus der Armutsbekämpfungsstrategie und der gemeinsamen Geberstrategie leiten sich die Schwerpunkte der deutschen Zusammenarbeit ab. Sie umfassen die Wasserver- und Abwasserentsorgung, die Entwicklung des Finanzsektors und die Förderung von erneuerbaren Energien und Energieeffizienz. Außerdem werden Maßnahmen in den Bereichen Berufsbildung sowie der entwicklungsorientierten Not- und Flüchtlingshilfe in Norduganda unterstützt.


Deutsche Botschaft

Weltkarte mit Position der Botschaft von Uganda

Botschaft der Bundesrepublik Deutschland

15 Philip Road, Kololo
Kampala
P.O. Box
7016
Telefon: 00 256 / 414 / 50 11 11
Fax: 00 256 / 414 / 50 11 15


Glossar des BMZ
Fenster schließen