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Afrika südlich der Sahara
"!ke e: /xarra //ke" ist in der Khoisan-Sprache des südafrikanischen /Xam-Volkes geschrieben und heißt wörtlich "unterschiedliche Völker vereinigen sich". Als Referenz an die Urbevölkerung und als Motto für die Zukunft steht der Spruch seit dem Jahr 2000 im Wappen Südafrikas. Der Staat kehrte 1994 mit freien und allgemeinen Wahlen in die Völkergemeinschaft zurück. Erster schwarzer Präsident wurde Nelson Mandela. Er ist die Symbolfigur des Kampfes gegen die Politik der Rassentrennung, die Apartheid, die Tausende Menschenleben gekostet hat. Die Aufarbeitung dieser bitteren Vergangenheit durch eine Kommission für Wahrheit und Versöhnung fand international große Anerkennung.
Heute nimmt Südafrika eine führende politische und wirtschaftliche Rolle auf dem afrikanischen Kontinent ein und ist bedeutend für die Stabilität in seiner Region. Das Land engagiert sich für die Beilegung von innerafrikanischen Konflikten und für den Integrations- und Einigungsprozess der Länder Afrikas. Die südafrikanische Regierung engagiert sich vor allem im Sudan, in Simbabwe und in der Demokratischen Republik Kongo. Südafrika arbeitet aktiv in internationalen Organisationen mit und wirkt in Fragen globaler Strukturpolitik als Vermittler zwischen Nord und Süd.
Trotz großer Fortschritte ist das Land aber noch immer durch extreme Gegensätze geprägt. Starke Einkommensunterschiede und eine hohe Arbeitslosigkeit sind Probleme, die ihren Ursprung in der jahrzehntelangen Apartheid-Politik haben. Die große soziale Ungleichheit, eine wachsende Kriminalität und die hohe HIV/AIDS-Quote wirken sich als Entwicklungs- und Investitionshemmnisse aus. Zusätzlich leidet auch Südafrika seit 2008 unter dem Abschwung der Weltwirtschaft.
Die Bundesrepublik unterstützt Südafrika dabei, die sozialen und wirtschaftlichen Probleme zu überwinden. Die Entwicklungszusammenarbeit der beiden Staaten konzentriert sich vor allem auf die Bereiche Energie und Klima sowie Regierungsführung und öffentliche Verwaltung. HIV/AIDS ist übergreifendes Thema der Entwicklungszusammenarbeit. Weiterer Kooperationsbereich ist die Berufsbildung.
Für Deutschland ist Südafrika nicht nur ein wichtiger politischer Gesprächspartner, sondern auch der bedeutendste Handelspartner auf dem Kontinent. Etwa 600 deutsche Firmen haben sich in Südafrika niedergelassen und beschäftigen rund 90.000 Mitarbeiter. 2008 betrug das Handelsvolumen rund 12,6 Milliarden Euro; 2009 war die Bundesrepublik zweitwichtigster Handelspartner des Landes.
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