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Afrika südlich der Sahara
Der Senegal ist politisch stabil, hat eine lange demokratische Tradition und eine wachsende Wirtschaft. Doch das Land im äußersten Westen Afrikas gehört zu den am wenigsten entwickelten Staaten der Welt. Es verfügt nur über wenige Rohstoffe und das Klima beschränkt die Möglichkeiten der Landwirtschaft: Zwei Drittel des Senegals gehören zur Sahel-Zone. Die Regenmenge, die dort im Jahresdurchschnitt fällt, würde zwar für eine ertragreiche Landwirtschaft genügen – aber es regnet zu unregelmäßig. Darum kommt es immer wieder zu Dürreperioden und Missernten. Weitere Probleme verursacht die zu intensive Nutzung der natürlichen Ressourcen. Abholzung und Überweidung führen zu gravierenden Umweltschäden. Angesichts dieser Situation wandern viele Menschen aus den ländlichen Regionen ab. Inzwischen lebt fast die Hälfte der Bevölkerung in Städten, jeder fünfte Senegalese wohnt in der Hauptstadt Dakar. Die Folge sind wachsende Slums, steigende Umweltbelastungen und eine hohe Jugendarbeitslosigkeit. Das starke Bevölkerungswachstum von rund drei Prozent erschwert die Lage zusätzlich.
Der Senegal wird durch das Nachbarland Gambia in einen Nord- und einen kleineren Südteil getrennt. In der südlichen Region, der Casamance, hat die weitgehende politische und wirtschaftliche Isolation vom übrigen Staatsgebiet zu einer Unabhängigkeitsbewegung geführt. Seit 1982 gibt es dort gewalttätige Auseinandersetzungen. Todesopfer, Flüchtlinge und intern Vertriebene sowie eine zerstörte Infrastruktur und eine brachliegende Landwirtschaft sind Folgen des Konflikts. Mehr als 800.000 Menschen sind direkt oder indirekt betroffen.
Entwicklungszusammenarbeit
Schon kurz nachdem die Republik Senegal 1960 unabhängig wurde, entstanden die ersten Kontakte zur Bundesrepublik Deutschland. Seitdem bestehen gute Beziehungen zu dem westafrikanischen Staat.
Übergreifendes Ziel des deutschen Engagements im Senegal ist die Armutsbekämpfung. Die Regierungen des Senegals und der Bundesrepublik haben vereinbart, ihre Zusammenarbeit auf drei Schwerpunkte zu konzentrieren: nachhaltige Wirtschaftsentwicklung, Förderung der Dezentralisierung und lokalen Entwicklung unter besonderer Berücksichtigung der Friedensentwicklung in der Casamance sowie die Förderung von erneuerbaren Energien und Energieeffizienz.
Deutsche Botschaft

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