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Afrika südlich der Sahara
Sambias Entwicklung wird seit langem weitgehend vom Kupfer bestimmt. Als das Land noch zur britischen Kolonie Rhodesien gehörte, flossen die Gewinne aus dem Kupferbergbau ins Ausland. In den Jahren nach der Unabhängigkeit 1964 florierte die Wirtschaft. Die Exporteinnahmen finanzierten Straßen, Schulen und Krankenhäuser und sorgten für wirtschaftliche Sicherheit. Mit dem Verfall der Kupferpreise in den 1970er Jahren stürzte das Land jedoch in eine Krise, von der es sich bis heute noch nicht vollständig erholt hat. Gründe waren die einseitige Ausrichtung auf den Kupferbergbau und das schlechte Management im Zuge der zunehmenden Verstaatlichung der Minen. Sambia rutschte in die Armut ab, und mit der rapiden Ausbreitung von HIV/AIDS kam eine schwerwiegende soziale Katastrophe hinzu. Die Lebenserwartung sank zwischenzeitlich bis auf 39 Jahre und liegt mit 48 Jahren (2009) weiterhin deutlich unter dem afrikanischen Durchschnitt von 55 Jahren.
Die Unzufriedenheit mit der Entwicklung leitete 1990 das Ende des Einparteienstaats unter dem seit 1964 regierenden Präsidenten Kenneth Kaunda ein. Der Übergang zu einer demokratischen Republik mit freier Marktwirtschaft ist heute weit vorangeschritten. Sambia gilt als politisch stabiles Land mit zwar noch jungen, aber im regionalen Vergleich gefestigten demokratischen Strukturen. Dies zeigte sich zuletzt durch den friedlichen Machtwechsel nach den Wahlen im September 2011.
Als problematisch erweisen sich jedoch die Schwäche der Verwaltungsorgane und die langsame Umsetzung wichtiger Strukturreformen. Trotz beachtlicher Wachstumsraten bleibt die wirtschaftliche und soziale Situation des Landes schwierig: Die staatlichen Einnahmen sind weiterhin stark von den Weltmarktpreisen für Kupfer abhängig. Die positive wirtschaftliche Entwicklung erreicht die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung noch nicht. Insbesondere auf dem Land leben fast 80 Prozent der Menschen in Armut. Die sehr hohe HIV-Infektionsrate, eine mangelhafte Infrastruktur (Straßen, Energie, Telekommunikation) und Korruption hemmen die Entwicklung.
Kampf gegen die Armut
Trotz starken Wirtschaftswachstums in den vergangenen Jahren sank die Armut in nur sehr geringem Maße: von etwa 63 Prozent im Jahr 2006 auf 60 Prozent im Jahr 2010. Mehr als ein Drittel der Bevölkerung lebt in extremer Armut. Besonders betroffen sind die ländlichen Gebiete. Die Anfang 2011 verabschiedete Neufassung des nationalen Entwicklungsplans (Sixth National Development Plan, SNDP) dokumentiert entsprechend den Willen der Regierung, ihre Politik wachstums- und vor allem armutsorientierter zu gestalten und die Regierungsführung zu verbessern. Zur Umsetzung des SNDP sind jedoch beträchtliche finanzielle Mittel notwendig, welche die Republik Sambia derzeit noch nicht allein aufbringen kann.
Die Bundesrepublik Deutschland und Sambia pflegen seit der Unabhängigkeit des südafrikanischen Staates freundschaftliche Beziehungen. Das deutsche Engagement in Sambia konzentriert sich vor allem auf die Schwerpunkte Wasser- und Sanitärversorgung sowie gute Regierungsführung.
Deutsche Botschaft

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