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Afrika südlich der Sahara
Sambias Entwicklung wurde über viele Jahrzehnte vom Kupfer bestimmt. Als das Land noch zur britischen Kolonie Rhodesien gehörte, flossen die Gewinne aus dem Kupferbergbau ins Ausland. Nach der Unabhängigkeit 1964 wurde der Bergbau verstaatlicht. Die Exporteinnahmen finanzierten Straßen, Schulen und Krankenhäuser und sorgten für wirtschaftliche Sicherheit. Als die Kupferpreise auf dem Weltmarkt sanken, wurde das Land immer ärmer. Die Unzufriedenheit mit der Entwicklung leitete 1990 das Ende des Einparteienstaats unter dem seit 1964 regierenden Präsidenten Kenneth Kaunda ein.
Der Übergang zu einer demokratischen Republik mit freier Marktwirtschaft ist heute weit vorangeschritten. Sambia gilt als politisch stabiles Land mit zwar noch jungen, aber im regionalen Vergleich gefestigten demokratischen Strukturen. Problematisch bleiben jedoch die Schwäche der Verwaltungsorgane und der Kapitalmangel im Privatsektor. Trotz des in den Jahren vor der Finanzkrise und seit Mitte 2009 wieder gestiegenen Kupferpreises und den dadurch gewachsenen staatlichen Einnahmen ist die wirtschaftliche Situation des Landes schwierig: Die sehr hohe HIV-Infektionsrate, eine mangelhafte Infrastruktur (Straßen, Energie, Telekommunikation) und Korruption hemmen die Entwicklung. Die Wirtschaft bleibt wegen der hohen Abhängigkeit vom Kupferpreis stark anfällig für Krisen, die von außen verursacht werden.
Kampf gegen die Armut
Nach Schätzungen der Weltbank leben fast zwei Drittel der Menschen in Sambia von weniger als 1,25 US-Dollar am Tag. Besonders betroffen sind die ländlichen Gebiete, dort leben bis zu 80 Prozent der Menschen in extremer Armut. Die Regierung hat im Dezember 2006 die zweite Auflage ihrer Armutsbekämpfungsstrategie, den nationalen Entwicklungsplan (Fifth National Development Plan, FNDP), verabschiedet. Der Plan legt einen deutlichen Schwerpunkt auf breitenwirksames Wachstum und verankert gute Regierungsführung als Querschnittsthema, das alle Politikbereiche einschließt. Zur Umsetzung des FNDP sowie des in 2010 erarbeiteten sechsten nationalen Entwicklungsplans sind beträchtliche finanzielle Mittel notwendig, welche die Republik Sambia alleine nicht aufbringen kann.
Die Bundesrepublik Deutschland und Sambia verbinden seit der Unabhängigkeit des Staates freundschaftliche Beziehungen. Ziel der sambisch-deutschen Zusammenarbeit ist es, die große Armut im Land zu verringern. Das deutsche Engagement in Sambia konzentriert sich vor allem auf die Schwerpunkte Wasser- und Sanitärversorgung, Dezentralisierung, sowie auf gute Regierungsführung und Entwicklung der Zivilgesellschaft. Wichtige Querschnittsthemen sind die AIDS-Bekämpfung und Gender.
Deutsche Botschaft

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