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Afrika südlich der Sahara

Landkarte von Mosambik
Flagge von Mosambik

Mosambik

Mosambik hatte einen schweren Start in die Selbstständigkeit. Nach fast 500 Jahren portugiesischer Kolonialherrschaft gelang es der Befreiungsbewegung Frelimo 1975, die Unabhängigkeit des Landes zu erkämpfen. Mosambik wurde eine Volksrepublik mit der Frelimo als Staatspartei. Gegen dieses Regime kämpfte die Rebellenbewegung Renamo, die durch das damalige Apartheidsregime in Südafrika unterstützt wurde. 16 Jahre lang musste die Bevölkerung Bürgerkrieg und Zerstörung ertragen. Mehr als eine Million Menschen starben, ein Drittel der Bevölkerung flüchtete aus der Heimat. Als die gegnerischen Parteien 1992 ein Friedensabkommen schlossen, war das Land weitgehend zerstört.

Auch wenn es noch heute Spannungen zwischen den ehemaligen Bürgerkriegsgegnern gibt: Mosambik ist inzwischen eine Republik, der Übergang zur Demokratie ist gelungen. Im Parlament sind seit 1994 mehrere Parteien vertreten und Menschenrechte und Meinungsfreiheit sind in der Verfassung garantiert. Die Regierung bemüht sich um den Aufbau eines Rechtsstaates.

Nachdem die Regierung sich in den 1990er Jahren marktwirtschaftlich orientiert hat, erlebt Mosambik einen wirtschaftlichen Aufschwung. Das Wirtschaftswachstum ist hoch, wird jedoch immer wieder durch Naturkatastrophen gebremst – wie 2007 durch einen Wirbelsturm und 2008 durch eine Flutkatastrophe. Die Armut im Land konnte deutlich reduziert werden. Dennoch gehört Mosambik noch immer zu den ärmsten Ländern der Welt. Auf dem Index der menschlichen Entwicklung von 2008 (HDI) liegt Mosambik auf Platz 175 von 179 Ländern. Mehr als die Hälfte der Einwohner lebt unterhalb der nationalen Armutsgrenze. Die Regierung hat sich zum Ziel gesetzt, den Anteil der Menschen, die in absoluter Armut leben, bis Ende 2009 auf 45 Prozent zu senken. Dazu benötigt das afrikanische Land jedoch Unterstützung von außen; mehr als die Hälfte des Staatshaushalts wird durch Mittel der internationalen Entwicklungszusammenarbeit finanziert.

Zusammenarbeit von Mosambik und Deutschland

1976 nahmen Mosambik und die Bundesrepublik Deutschland diplomatische Beziehungen auf, auch zur ehemaligen DDR hatte das Land enge Beziehungen.

Seit Ende des Bürgerkrieges 1992 beteiligt sich Deutschland am Wiederaufbau des Landes. Anfangs standen die Förderung demokratischer Strukturen, die Wiedereingliederung ehemaliger Soldaten in die Gesellschaft, die Minenräumung und der Aufbau der zerstörten Infrastruktur im Mittelpunkt der Zusammenarbeit. Inzwischen sind die Schwerpunkte der mosambikanisch-deutschen Entwicklungszusammenarbeit dezentrale ländliche Entwicklung, Bildung und nachhaltige Wirtschaftsentwicklung. Wichtige Querschnittsthemen der Zusammenarbeit sind der Kampf gegen HIV/AIDS und die Gleichstellung der Geschlechter.

Zusammen mit anderen Gebern, der sogenannten Gruppe G19, unterstützt Deutschland Mosambik durch direkte Budgethilfen zum Staatshaushalt. Ziel der Hilfen ist es, zur Umsetzung der nationalen Armutsbekämpfungsstrategie beizutragen.


Deutsche Botschaft

Weltkarte mit Position der Botschaft von Mosambik

Botschaft der Bundesrepublik Deutschland

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