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Afrika südlich der Sahara
Mosambik hatte einen schweren Start in die Selbstständigkeit. Nach fast 500 Jahren portugiesischer Kolonialherrschaft gelang es der Befreiungsbewegung Frelimo 1975, die Unabhängigkeit des Landes zu erkämpfen. Mosambik wurde eine Volksrepublik mit der Frelimo als Staatspartei. Gegen dieses Regime kämpfte die Rebellenbewegung Renamo, die durch das damalige Apartheidsregime in Südafrika unterstützt wurde. 16 Jahre lang musste die Bevölkerung Bürgerkrieg und Zerstörung ertragen. Mehr als eine Million Menschen starben, ein Drittel der Bevölkerung flüchtete aus der Heimat. Als die gegnerischen Parteien 1992 ein Friedensabkommen schlossen, war das Land weitgehend zerstört.
Auch wenn es noch heute Spannungen zwischen den ehemaligen Bürgerkriegsgegnern gibt: Mosambik ist inzwischen eine Republik, der Übergang zur Demokratie ist gelungen. Im Parlament sind seit 1994 mehrere Parteien vertreten und Menschenrechte und Meinungsfreiheit sind in der Verfassung garantiert. Die Regierung bemüht sich um den Aufbau eines Rechtsstaates.
Die marktwirtschaftliche Orientierung, die die Regierung seit den 1990er Jahren verfolgt, hat zu einem wirtschaftlichen Aufschwung geführt, wenn auch von einem sehr niedrigen Ausgangsniveau. Das jährliche Wirtschaftswachstum war über die vergangenen Jahre mit durchschnittlich sechs bis acht Prozent hoch und lag deutlich über dem Durchschnitt Subsahara-Afrikas.
Die Armut konnte nach Ende des Bürgerkriegs zwar zunächst deutlich reduziert werden, stagniert aber seit 2003 auf immer noch sehr hohem Niveau. Die Regierung ist damit ihrem Ziel, den Anteil der in absoluter Armut lebenden Menschen auf 45 Prozent zu senken, bislang nicht entscheidend näher gekommen. Nach Angaben des Dritten Nationalen Armutsberichts von Oktober 2010 leben rund 55 Prozent der Bevölkerung unterhalb der nationalen Armutsgrenze. Mosambik gehört damit weiterhin zu den ärmsten Ländern der Welt. Auf dem Index der menschlichen Entwicklung von 2010 (HDI) liegt Mosambik auf Platz 165 von 169 Ländern.
Zusammenarbeit von Mosambik und Deutschland
1976 nahmen Mosambik und die Bundesrepublik Deutschland diplomatische Beziehungen auf, auch zur ehemaligen DDR hatte das Land enge Beziehungen.
Seit Ende des Bürgerkriegs 1992 beteiligt sich Deutschland am Wiederaufbau des Landes. Anfangs standen die Förderung demokratischer Strukturen, die Wiedereingliederung ehemaliger Soldaten in die Gesellschaft, die Minenräumung und der Aufbau der zerstörten Infrastruktur im Mittelpunkt der Zusammenarbeit. Inzwischen sind die Schwerpunkte der mosambikanisch-deutschen Entwicklungszusammenarbeit Dezentralisierung für ländliche Entwicklung, Bildung und nachhaltige Wirtschaftsentwicklung. Übergreifende Themen der Zusammenarbeit sind der Kampf gegen HIV/AIDS und die Gleichstellung der Geschlechter.
Deutsche Botschaft

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Mosambik
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