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Afrika südlich der Sahara
Im Mai 2009 fanden in Malawi die vierten demokratischen Parlaments- und Präsidentschaftswahlen statt. Amtsinhaber Bingu wa Mutharika und seine Democratic Progressive Party (DPP) gewannen dabei eine klare Mehrheit. Die Beobachtermissionen bewerteten die Wahlen 2009 als überwiegend frei und fair. Die erst seit 1994 bestehende Mehrparteiendemokratie funktioniert bereits recht gut, doch bis dahin war es ein weiter Weg.
Das Gebiet Malawis war bis 1964 britisches Protektorat und wurde danach 30 Jahre lang von Hastings Kamuzu Banda autoritär regiert. Anfang der 1990er Jahre wuchs die Opposition gegen das bestehende Regime. 1993 entschied sich die Mehrheit der Wähler in einem Referendum für ein Mehrparteiensystem – dem Land gelang der friedliche Übergang zur parlamentarischen Demokratie. Deutschland hat diesen politischen Prozess von Anfang an zusammen mit anderen wichtigen Gebern unterstützt. Die Beziehungen zwischen Malawi und Deutschland sind von freundschaftlicher Verbundenheit geprägt.
Malawi ist ein sehr armes Land. Auf dem Index der menschlichen Entwicklung nimmt es Rang 160 von 182 Staaten ein (HDI 2009). Malawi hat kaum eigene Einnahmen zur Finanzierung seiner staatlichen Ausgaben und ist in hohem Maße von internationalen Gebern abhängig. Die Institutionen der noch jungen Demokratie leiden unter Finanz-, Personal- und Materialengpässen, die ihre Funktionsfähigkeit stark einschränken.
Die Fortschritte Malawis zeigen sich durch beachtliches Wirtschaftswachstum und die zunehmende Ernährungssicherheit. 2007 hat die Regierung mit der "Malawi Growth and Development Strategy" (MGDS) ein entwicklungsorientiertes Strategiepapier beschlossen. Es baut auf den bisher erreichten Entwicklungen auf, setzt aber auch neue wichtige Schwerpunkte für ein nachhaltiges und breitenwirksames Wachstum, zum Beispiel in den Bereichen Landwirtschaft, Ernährungssicherung und ländliche Entwicklung und für Bildung und Gesundheit sowie für gute Regierungsführung. Die malawisch-deutsche Entwicklungszusammenarbeit steht im Einklang mit dieser Strategie und wird mit anderen Gebern abgestimmt. Sie konzentriert sich auf die Themen Grundbildung, Gesundheit, demokratische Dezentralisierung sowie makroökonomische Unterstützung.
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