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Naher Osten und Nordafrika

Landkarte von Palästinensische Gebiete
Flagge von Palästinensische Gebiete

Palästinensische Gebiete

Etwa 9 Millionen Palästinenserinnen und Palästinenser gibt es weltweit. Rund 4 Millionen von ihnen leben im Westjordanland (Westbank) und im Gazastreifen, gut eine Million haben die israelische Staatsbürgerschaft und wohnen in Israel. Die übrigen Palästinenserinnen und Palästinenser leben im Exil in Jordanien, Syrien, im Libanon und in vielen anderen Ländern auf der ganzen Welt.

Der bis heute ungelöste Konflikt um Gebietsansprüche zwischen Jordan und Mittelmeer begann bereits Ende des 19. Jahrhunderts, als die ersten jüdischen Siedlungen in der vom Osmanischen Reich beherrschten Region gegründet wurden. Er verschärfte sich nach Gründung des Staates Israel 1948. Nach verschiedenen kriegerischen Auseinandersetzungen in der Region wurden das Westjordanland und der Gazastreifen schließlich 1967, im sogenannten Sechs-Tage-Krieg, von israelischen Truppen besetzt. Vorher hatten diese Gebiete zu Jordanien und Ägypten gehört.

Die Palästinensischen Gebiete existieren nicht als international anerkannter Staat, sondern befinden sich in einem Übergangsstadium mit offenem völkerrechtlichem Status. 1994 wurde die Palästinensische Autonomiebehörde (Palestinian Authority) geschaffen. Offiziell ist sie für das gesamte Palästinensische Gebiet verantwortlich. Doch seit der Machtübernahme der radikal-islamischen Hamas im Gazastreifen 2007 erstreckt sich die Machthoheit der Autonomiebehörde derzeit lediglich auf das Westjordanland.

Die Friedensbemühungen zwischen der israelischen Regierung und der Palästinensischen Autonomiebehörde blieben bislang erfolglos. Die Sicherheitslage bleibt äußerst angespannt, immer wieder kommt es zu Anschlägen und bewaffneten Auseinandersetzungen. Die Schaffung eines überlebensfähigen palästinensischen Staates bleibt das international unterstützte Ziel. Eine politische Lösung ist bisher nicht gefunden worden.

Umstritten bleiben nach wie vor der Grenzverlauf, der Status Jerusalems, die Zukunft der israelischen Siedlungen in den besetzten Gebieten, das von den Palästinensern beanspruchte Recht auf Rückkehr der Flüchtlinge und die Verteilung der Wasserressourcen.

Die fehlende Staatlichkeit und die Auseinandersetzung mit Israel bestimmen auch die palästinensisch-deutsche Entwicklungszusammenarbeit. Deutschland ist einer der größten Geber in den Palästinensischen Gebieten. Die Kooperation konzentriert sich vor allem auf die Wasserwirtschaft und die Abfallentsorgung, die Förderung wirtschaftlicher Entwicklung sowie auf die Stärkung von Institutionen und Kommunen.


Deutsche Botschaft

Weltkarte mit Position der Botschaft von Palästinensische Gebiete

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