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Naher Osten und Nordafrika

Erneuerbare Energien und Energieeffizienz
Experten schätzen, dass sich der Energiebedarf im Nahen Osten und in Nordafrika in den nächsten Jahrzehnten durch das Wirtschafts- und Bevölkerungswachstum um das Fünffache erhöhen wird. Dem zunehmenden Bedarf stehen immer knapper werdende fossile Ressourcen gegenüber. Energieengpässe werden in vielen Ländern die wirtschaftliche Entwicklung behindern. Doch die Preise auf dem Energiemarkt spiegeln diese Knappheit bisher nicht wider: Vielfach wird Strom aus fossilen Energieträgern subventioniert, zum Teil sogar mit Mengenrabatten. Dadurch fehlt die Motivation, Energie sparsam zu verwenden.
Fossile Energieträger sind für einige Länder der Region zudem noch immer die Haupteinnahmequelle. Ein Teil der Deviseneinnahmen aus dem Export von Energierohstoffen wird jedoch langfristig wegfallen. Einnahmen in anderen Wirtschaftssektoren müssen dieses Defizit ausgleichen.
Erneuerbare Energien leisten bisher insgesamt noch einen geringen Beitrag zur Primärenergieversorgung der Region. Die Windkraft spielt in manchen Ländern schon eine wichtige Rolle und hat erhebliches Ausbaupotenzial. Auch für Solarenergie sind die Voraussetzungen sehr gut. Das Potenzial für die Stromerzeugung aus regenerativen Energiequellen übersteigt den Eigenbedarf der Region deutlich – langfristig könnte Strom exportiert werden.
Ziele der deutschen Zusammenarbeit sind die Förderung der effizienten Energienutzung und der breiten Anwendung regenerativer Energieträger, auch im Hinblick auf eine arabisch-europäische Energiekooperation.
Das deutsche Engagement konzentriert sich dabei auf die
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Verbesserung der energiepolitischen Rahmenbedingungen und regionale Integration,
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Einführung marktnaher Techniken und
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Förderung der Energieeffizienz.
Verbesserung der energiepolitischen Rahmenbedingungen und regionale Integration
Eine nachhaltige Energiepolitik muss mit anderen Politikbereichen, insbesondere der Wirtschafts-, Finanz- und Sozialpolitik, verknüpft werden. Deutschland berät seine Partnerländer bei der Gestaltung von übergreifenden energiewirtschaftlichen Strategien, Rahmenplänen, Gesetzen und Subventionssystemen.
Für eine zukunftsfähige Energiepolitik muss in der Region das entsprechende Know-how aufgebaut werden. Neben der Förderung der Privatwirtschaft und der Aus- und Fortbildung werden auch arabisch-deutsche Technologie-Kooperationen unterstützt.
Deutschland fördert außerdem die energiewirtschaftliche Kooperation der Region mit der Europäischen Union.
Einführung marktnaher Technologien
Technologien zur Nutzung von regenerativen Energiequellen können sich am Markt bisher nicht durchsetzen – es fehlt an den nötigen Anreizen für die Unternehmen. Stattdessen werden fossile Energieträger subventioniert.
Deutschland unterstützt seine Partnerländer dabei, die Rahmenbedingungen für die Verbreitung nachhaltiger Energietechnologien zu verbessern. Dazu gehört auch der Aufbau von Kapazitäten für den Technologie-Transfer, für das Marketing und die Entwicklung von Dienstleistungen im Energiesektor.
Auch die Förderung der Berufsbildung im Energiesektor ist ein wichtiger Schwerpunkt der Zusammenarbeit. Denn die Energiebranche braucht künftig Fachkräfte wie Energiewirtschaftler, Energie-Ingenieure und Energietechniker, um sich weiter entwickeln zu können.
Förderung der Energieeffizienz
Um den sorgsamen Umgang mit Energie zu erreichen, muss sich Sparsamkeit lohnen. Dies kann über gesetzliche Regelungen, eine angemessene Tarifgestaltung, Steuern und Subventionen erfolgen. Aufklärung und Information der Energieverbraucher kann entsprechendes Bewusstsein schaffen.
Deutschland fördert außerdem Maßnahmen zur Steigerung der Effizienz von bestehenden thermischen Kraftwerken und von Stromverteilungsnetzen. Auch eine energie-effiziente Bau- und Gebäudetechnik soll helfen, künftig Energie zu sparen.
Informationen

Publikationen

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Sektorkonzept Nachhaltige Energie für Entwicklung
Strategiepapier des BMZ
BMZ Konzepte 145
(PDF 386 KB, barrierefrei) -
Entwicklung braucht nachhaltige Energie
BMZ Materialien 186
(PDF 2,7 MB, barrierefrei) -
Klimawandel und Entwicklung
Die Entwicklungspolitik setzt Akzente
Faltblatt
(PDF 611 KB, barrierefrei)





