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Naher Osten und Nordafrika
Ägypten gilt traditionell als politischer Vermittler und aktiver Unterstützer des Friedensprozesses im Nahen Osten. Wegen seiner politischen, wirtschaftlichen und militärischen Bedeutung ist das Land ein wichtiger Partner der internationalen Entwicklungszusammenarbeit.
Nach dem Vorbild der tunesischen "Jasminrevolution", die im Januar 2011 zum Sturz von Präsident Ben Ali führte, kam es zum Jahresbeginn 2011 auch in Ägypten zum Volksaufstand. Millionen Menschen protestierten im Januar und Februar gegen das autoritäre Regime von Präsident Husni Mubarak. Die Demonstranten forderten politische Reformen, Rechtsstaatlichkeit und Demokratie für ihr Land ein. Am 11. Februar 2011 erklärte Mubarak nach 30 Jahren im Amt seinen Rücktritt.
Die Bundesregierung unterstützt die ägyptischen Reformkräfte in ihrem Einsatz für Freiheit und politischen Wandel. Als Sofortmaßnahme hat sie im Februar 2011 drei Fonds aufgelegt, um Demokratie, Bildung und Wirtschaft in der Region Nordafrika / Naher Osten zu fördern. Das BMZ wird den Transformationsprozess in der Region in enger Zusammenarbeit mit seinen Partnern vor Ort langfristig begleiten.
Die Beziehungen zwischen Deutschland und Ägypten sind vielfältig und intensiv. Schwerpunkte der deutschen Entwicklungszusammenarbeit mit Ägypten sind der Umwelt- und Klimaschutz – mit einem Fokus auf der Förderung erneuerbarer Energien – und der Themenbereich Wasser (Bewässerung sowie Wasserver- und Abwasserentsorgung). Zusätzlich zu diesen beiden Schwerpunktbereichen fördert die Bundesregierung Good Governance, die Teilhabe der Zivilgesellschaft, Frauenrechte, privatwirtschaftliches Engagement sowie Grund- und Berufsbildung und die Jugendbeschäftigung.
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