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Lateinamerika und Karibik

Umwelt- und Klimaschutz

Weidende Schafe und Kühe auf einer grünen Wiese in Peru. Urheberrecht: bpa, BienertUmwelt- und Ressourcen­schutz ist ein wichtiger Schwer­punkt­bereich der deutschen Ent­wicklungs­zusammen­arbeit mit den Ländern in Latein­amerika und der Karibik. Die Öko­systeme der Region – zum Beispiel im Amazonas­becken, in den Anden und in Zentral­amerika – haben globale Bedeutung. Sie sind Lebens­raum für viele Pflanzen- und Tier­arten, bewahren die biologische Viel­falt und tragen zur Regulierung des Welt­klimas bei.

Obwohl die Umweltpolitik in der Region langsam an Bedeutung gewinnt, schreitet die Umweltzerstörung in Lateinamerika voran: Zwischen 2000 und 2005 ging eine Waldfläche verloren, die der Größe von zwei Dritteln Deutschlands entspricht. Rodungen und von Menschen verursachte Waldbrände tragen erheblich zum weltweiten Klimawandel bei. Die Region wird dadurch noch verwundbarer für extreme Wetterphänomene wie Wirbelstürme, Überschwemmungen und Dürren. Der mangelhafte Schutz der Tropenwälder bedroht darüber hinaus die Artenvielfalt.

In der Region wächst das Interesse an erneuerbaren Energien und an Verbesserungen der Energieeffizienz. Zurzeit haben fossile Energieträger noch einen Anteil von 71 Prozent an der Energiegewinnung in Lateinamerika.

Die Bundesrepublik engagiert sich intensiv für den Schutz der natürlichen Ressourcen und die Förderung nachhaltiger Energien in Lateinamerika: Einerseits durch ihre direkte zwischenstaatliche Zusammenarbeit mit lateinamerikanischen Partnerländern. Andererseits durch ihre beträchtlichen Beiträge an multilaterale Geber der Entwicklungszusammenarbeit wie die Weltbank, die Interamerikanische Entwicklungsbank und die Europäische Union.

In Übereinstimmung mit den internationalen Umweltabkommen unterstützt die Bundesrepublik ihre Partnerländer in Lateinamerika bei der Entwicklung von Konzepten für den Schutz und die nachhaltige Nutzung der natürlichen Ressourcen. Unter anderem werden die Partner bei der Einführung von Öko- und Sozialstandards unterstützt und bei Raumordnungs- und Landrechtsfragen beraten. Querschnittsthema der Zusammenarbeit in besonders gefährdeten Gebieten ist die Katastrophenprävention.

Die Unterstützung regionaler Vernetzung und Kooperation ist ein weiterer wichtiger Ansatzpunkt der deutschen Ent­wicklungs­zusammen­arbeit in diesem Bereich – zum Beispiel die Förderung des grenzüberschreitenden Umweltschutzes oder der Gründung von Energieverbünden.

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