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Lateinamerika und Karibik
Städtische Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung
Lateinamerika schneidet im internationalen Vergleich bei der Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung relativ gut ab – allerdings haben dennoch etwa 27 Prozent der Bevölkerung keinen direkten Zugang zu sauberem Trinkwasser. Vor allem die Zuverlässigkeit der Versorgung und die Qualität des Trinkwassers müssen noch verbessert werden. Laut Angaben der Interamerikanischen Entwicklungsbank (IDB) wird nur etwa ein Viertel des Trinkwassers regelmäßig auf seine Qualität kontrolliert; 219 Millionen Menschen müssen mit oft stundenlangen Unterbrechungen der Versorgung leben.
In Lateinamerika werden mehr als 86 Prozent der Haushaltsabwässer unbehandelt abgeleitet. Im Zuge der fortschreitenden Verstädterung verursacht das wachsende Probleme.
Im Wassersektor hat Deutschland unter den bilateralen Gebern in Lateinamerika eine Führungsrolle. Die Bundesrepublik hat sich vor allem auf die Gestaltung der politischen Rahmenbedingungen, die Wassertarife und die Beteiligung der Bevölkerung an der Planung und Tarifgestaltung spezialisiert. Ziel des deutschen Engagements ist, den schwierigen politischen und gesellschaftlichen Dialog um die Ressource Wasser so mitzugestalten, dass die zum Teil erbitterten Diskussionen um die Privatisierung des Wassersektors, um künftige Tarife und institutionelle Strukturen zu einem konstruktiven Ergebnis führen, das besonders den Armen nutzt.
Publikationen

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Deutsche Entwicklungspolitik in Lateinamerika und in der Karibik
BMZ-Strategiepapier
(PDF 3,5 MB, barrierefrei) -
Der Wassersektor in der deutschen Entwicklungszusammenarbeit
BMZ Materialien 154
(PDF 2,5 MB) -
Grenzüberschreitende Wasserkooperation
BMZ Spezial 135
(PDF 389 KB) -
Sektorkonzept Wasser
BMZ Konzepte 143
(PDF 1,5 MB)





