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Lateinamerika und Karibik
El Salvador ist das kleinste Land Zentralamerikas, hat aber die höchste Bevölkerungsdichte. Vor allem in den ländlichen Gebieten sind viele der Einwohnerinnen und Einwohner arm; elf Prozent der Bevölkerung leben sogar in extremer Armut.
Immer wieder ziehen tropische Wirbelstürme durch das Land, zudem liegt El Salvador in einem Erdbebengebiet mit rund 60 aktiven Vulkanen. Im November 2009 starben zahlreiche Menschen durch Überschwemmungen und Erdrutsche in Folge des Hurrikans Ida. Zum Jahreswechsel 2006/2007 führten Erdbeben zu Zerstörungen, unter anderem auch in der Hauptstadt San Salvador. Von den Vulkanen geht aber nicht nur Gefahr aus, denn die vulkanische Asche ist in den fruchtbaren Tälern des Hochlands ein idealer Nährboden für Kaffeepflanzen. Seit 200 Jahren bringt der Kaffeeexport dem Land wertvolle Deviseneinnahmen.
Ein großer Teil der Anbauflächen konzentriert sich jedoch traditionell in den Händen weniger Großgrundbesitzer. Kleinbauern und landlose Saisonarbeiter werden sozial benachteiligt.
Streit um eine echte Landreform, die Einhaltung der Menschenrechte und mehr soziale Gerechtigkeit löste 1979 einen Bürgerkrieg aus, durch den mehr als 70.000 Menschen starben. Er wurde erst 1992 durch einen Friedensvertrag zwischen Regierung und Opposition beendet. Seither erlebt El Salvador einen Prozess der Demokratisierung. Die Parlaments- und Präsidentschaftswahlen Anfang 2009 führten zum ersten demokratischen Machtwechsel seit dem Bürgerkrieg.
Die Beziehungen zu Deutschland sind gut. Die Bundesrepublik ist als Hauptabnehmer salvadorianischen Kaffees ein wichtiger Handelspartner des Landes. Im Dezember 1997 wurde ein beidseitiger Investitionsschutz- und Förderungsvertrag unterzeichnet, der 2001 in Kraft getreten ist.
Entwicklungszusammenarbeit
2008 wurden im Rahmen von Regierungsverhandlungen letztmalig Mittel für bilaterale Entwicklungsprogramme zur Verfügung gestellt. Seither wird die Entwicklungszusammenarbeit mit El Salvador auf grenzüberschreitende und regionale Kooperationsansätze ausgerichtet. Ein neues Regionalprojekt in der Grenzregion Trifinio trägt zum Waldschutz, zur Sicherung der salvadorianischen Wasserressourcen und zur Katastrophenvorsorge bei. Daneben wird El Salvador in Regionalprojekte mit den Schwerpunkten Jugendgewaltprävention, nachhaltige Wirtschaftsentwicklung und erneuerbare Energien/Energieeffizienz einbezogen. Zudem war El Salvador eines der ersten Länder, für die 2008 im Rahmen der Initiative Klima- und Umweltschutz (IKLU) der Bundesregierung Mittel zur Verfügung gestellt wurden.
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