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Mittel-, Ost- und Südosteuropa
Aus der ehemaligen Bundesrepublik Jugoslawien entstand 2003 die Staatenunion Serbien und Montenegro. Montenegro erklärte 2006 per Volksentscheid seine Unabhängigkeit von Serbien, die von der internationalen Staatengemeinschaft anerkannt wurde. Daraufhin übernahm Serbien die Rechtsnachfolge des ehemaligen Staatenbundes. Am 17. Februar 2008 beschloss das Parlament der kosovarischen Selbstverwaltung in Pristina die Loslösung des Kosovo von der Republik Serbien. Deutschland und die Mehrzahl der EU-Mitgliedsstaaten haben die staatliche Unabhängigkeit der früheren serbischen Provinz anerkannt.
Die deutsche entwicklungspolitische Zusammenarbeit mit Serbien begann bereits nach dem demokratischen Umbruch im Jahr 2000, der zur Abwahl von Präsident Slobodan Milosevic führte. Seitdem ist Deutschland neben den USA zweitgrößter bilateraler Geber des südosteuropäischen Landes. Da Serbien für die politische Stabilität auf dem Balkan eine entscheidende Rolle spielt, zählen die Festigung demokratischer Strukturen, die wirtschaftliche Weiterentwicklung des Landes sowie die Annäherung an die Europäische Union zu den wichtigsten Zielen der serbisch-deutschen Entwicklungszusammenarbeit.
Schwerpunkte der zwischenstaatlichen Zusammenarbeit sind der Auf- und Ausbau der Versorgungsinfrastruktur (Energieversorgung, Fernwärmenetz, Wasserversorgung), die Förderung von kleinen und mittleren Unternehmen sowie die Beratung der Regierung bei der Dezentralisierung der Verwaltung und der Optimierung wirtschaftlicher Rahmenbedingungen. Ziel ist die Umsetzung demokratischer und marktwirtschaftlicher Reformen und die Stärkung von Serbiens Wettbewerbsfähigkeit.
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