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Kooperationsrat für Südosteuropa
Südosteuropa – die neuen Balkanstaaten
Mit den politischen Veränderungen zu Beginn der 1990er Jahre kam es im damaligen Jugoslawien zu einer Katastrophe: Die Region erlebte Kriege und Bürgerkriege, in denen manchmal sogar Freunde und Nachbarn zu erbitterten Feinden wurden. – Jugoslawien zerfiel, und es sind eine Reihe neuer Staaten entstanden.
Slowenien, Kroatien und Mazedonien wurden 1991 unabhängig. Slowenien trat 2004 der Europäischen Union und der NATO bei. Kroatien hat seit 2004 und Mazedonien seit 2005 den Status eines EU-Beitrittskandidaten. Beide Länder möchten außerdem Mitglied in der NATO werden.
Auch Bosnien und Herzegowina schied 1991 aus dem Staatsverband Jugoslawien aus. Es folgte ein Bürgerkrieg zwischen serbischen, kroatischen und bosnisch-muslimischen Verbänden. Beendet wurde dieser Krieg durch den Dayton-Vertrag, der 1995 in Dayton (USA) unterzeichnet wurde. Das Land leidet bis heute unter den Folgen des Konfliktes. Auch Bosnien und Herzegowina hat das Ziel, Mitglied in EU und NATO zu werden.
Auf dem verbliebenen Territorium der zerfallenen Bundesrepublik Jugoslawien bildete sich 2003 die relativ lose Staatenunion Serbien und Montenegro. Im Mai 2006 entschieden sich bei einem Referendum 55,5 Prozent der Wähler in Montenegro für die Loslösung von Serbien. Daraufhin erklärte das montenegrinische Parlament am 3. Juni 2006 die Unabhängigkeit der Republik Montenegro.
Der Kosovo wurde von 1999 bis 2007 von der United Nations Administration Mission in Kosovo (UNMIK) verwaltet. Vorhergegangen war ein Bürgerkrieg zwischen der albanischstämmigen Bevölkerungsmehrheit und der serbischen Regierung. Er wurde 1999 durch militärisches Eingreifen von NATO-Truppen beendet.
Im November 2005 beschloss der UN-Sicherheitsrat die Aufnahme von Statusverhandlungen mit dem Kosovo. Die Verhandlungen sollten den völkerrechtlichen Status der Provinz abschließend klären. Es konnte jedoch keine Übereinkunft erzielt werden.
Am 17. Februar 2008 beschloss das kosovarische Parlament die Unabhängigkeit Kosovos von der Republik Serbien.
Damit die politische Neuordnung in der Region friedlich und erfolgreich verlaufen kann, ist eine enge Einbindung in europäische Strukturen notwendig.
Kartenübersicht: Entwicklung seit 1991





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