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Mittel-, Ost- und Südosteuropa
Die Republik Montenegro ging aus der Staatenunion Serbien und Montenegro hervor, nachdem sich 55,5 Prozent der montenegrinischen Bevölkerung im Mai 2006 bei einem Referendum für die Loslösung von Serbien ausgesprochen hatten. Daraufhin erklärte das montenegrinische Parlament am 3. Juni 2006 die Unabhängigkeit der Republik.
Die Bundesrepublik Deutschland hat Montenegro am 14. Juni 2006 völkerrechtlich anerkannt und diplomatische Beziehungen zu dem Land aufgenommen. Vorausgegangen war eine politische Grundsatzentscheidung der Europäischen Union und ihrer Mitgliedsstaaten, die Unabhängigkeit der früheren jugoslawischen Teilrepublik anzuerkennen.
Mit der Unterzeichnung eines Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommens (SAA) mit der Europäischen Union und der Verabschiedung der ersten Verfassung hat Montenegro 2007 wichtige Ziele erreicht und seinen pro-europäischen Reformkurs konsequent fortgesetzt. Im Juni 2008 verabschiedete die Regierung ein nationales Programm für die EU-Integration und stellte Ende 2008 einen EU-Beitrittsantrag. Seit Dezember 2010 hat Montenegro den offiziellen Status eines EU-Beitrittskandidaten.
Die staatliche Zusammenarbeit mit Montenegro begann bereits 1999, als sich die montenegrinische Regierung von der Politik des damaligen Präsidenten Slobodan Milosevic abwandte. Die Bundesregierung ist seitdem der größte bilaterale Geber Montenegros. Ziel der Zusammenarbeit ist, Montenegro bei der Annäherung an die EU zu unterstützen. Schwerpunkte der Entwicklungszusammenarbeit sind die Verbesserung der Energieversorgung, die Wasserver- und Abwasserentsorgung in Küstengebieten und Maßnahmen zur Förderung einer nachhaltigen Wirtschaftsentwicklung.
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