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Mittel-, Ost- und Südosteuropa
Deutschland und Georgien haben bereits kurz nach dem Zusammenbruch des Zarenreiches im Jahr 1918 enge Beziehungen zueinander aufgenommen. Nach dem Zerfall der Sowjetunion war Deutschland 1991 das erste Land, das die Unabhängigkeit Georgiens anerkannt hat. In den vergangenen zwei Jahrzehnten wurde eine intensive Zusammenarbeit aufgebaut; die gegenseitige Wertschätzung ist sehr groß.
In Georgien leben nahezu 100 unterschiedliche Ethnien, gut zwei Drittel der Bevölkerung sind Georgier. Das Land verfügt über ein reiches und eigenständiges kulturelles Erbe, das trotz der langen Zugehörigkeit zu Russland und der Sowjetunion seinen Bestand bewahren konnte und internationale Anerkennung genießt.
Früher war Georgien eine vergleichsweise wohlhabende Sowjetrepublik. Mit Auflösung der Sowjetunion brachen die Absatzmärkte und das Tourismusgeschäft zusammen, das Bruttoinlandsprodukt sank zunächst um 70 Prozent. Ab Mitte der neunziger Jahre hat sich die georgische Wirtschaft langsam erholt. Die Unterstützung Russlands für die abtrünnigen Gebiete Abchasien und Südossetien und die klare Westorientierung Georgiens belasten die politischen und wirtschaftlichen Beziehungen zwischen beiden Ländern. Im August 2008 eskalierte der Konflikt in einen Krieg – seitdem sind die diplomatischen Beziehungen zwischen beiden Ländern unterbrochen. Durch die Nachwirkungen des Krieges und die globale Wirtschafts- und Finanzkrise wurde auch die bis dahin dynamische Wirtschaftsentwicklung Georgiens beeinträchtigt.
Die Bundesrepublik engagiert sich aktiv für den Wiederaufbau Georgiens und der Region Südkaukasus. Mit der Kaukasus-Initiative leistet die Bundesregierung einen engagierten Beitrag zur regionalen Zusammenarbeit und zur Konfliktprävention zwischen Armenien, Aserbaidschan und Georgien.
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