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Mittel-, Ost- und Südosteuropa
Deutschland und Georgien haben bereits kurz nach dem Zusammenbruch des Zarenreiches im Jahr 1918 enge Beziehungen aufgenommen. Nach dem Zerfall der Sowjetunion war Deutschland 1991 das erste Land, das die Unabhängigkeit Georgiens anerkannte. Der enge und freundschaftliche Kontakt zwischen den beiden Staaten hat eine fast 200-jährige Tradition. In den vergangenen 17 Jahren wurde eine intensive Zusammenarbeit aufgebaut; die gegenseitige Wertschätzung ist sehr groß.
In Georgien sind nahezu 100 unterschiedliche Ethnien zu Hause. Die Georgier selbst machen gut zwei Drittel der Bevölkerung aus. Das Land verfügt über ein reiches und eigenständiges kulturelles Erbe, das trotz der langen Zugehörigkeit zu Russland und der Sowjetunion seinen Bestand bewahren konnte und internationale Anerkennung genießt.
Früher war Georgien eine vergleichsweise wohlhabende Sowjetrepublik. Mit Auflösung der Sowjetunion brachen die Absatzmärkte und der Tourismus zusammen, das Bruttoinlandsprodukt sank zunächst um 70 Prozent. Ab Mitte der neunziger Jahre erholte sich die georgische Wirtschaft langsam und macht nunmehr beachtliche Fortschritte.
Die heutigen wirtschaftlichen und politischen Herausforderungen haben viele Ursachen. Dazu zählen der Wegfall des gemeinsamen Wirtschaftsgebietes mit der UdSSR und die Konflikte mit den abtrünnigen Teilrepubliken Abchasien und Südossetien. Eine wirtschaftliche Struktur, die jahrzehntelang nicht marktorientiert ausgerichtet war, macht es Georgien zudem schwer, seinen Platz in der Weltwirtschaft zu finden.
Die Bundesrepublik engagiert sich aktiv für den Wiederaufbau Georgiens und der Region Südkaukasus. Mit der Kaukasus-Initiative leistet die Bundesregierung einen engagierten Beitrag zur regionalen Zusammenarbeit und zur Konfliktprävention zwischen Armenien, Aserbaidschan und Georgien. Ihr Grundstein wurde von der damaligen Bundesministerin Wieczorek-Zeul bei ihrem Kaukasus-Besuch im April 2001 gelegt.
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