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Asien

Sozial ausgewogene Wirtschaftsentwicklung

Vietnamesische Berufsschüler bei der Ausbildung (c) Vario-PressDie deutsche Ent­wicklungs­zu­sammenarbeit mit den asiatischen Ländern soll dazu bei­tragen, die wirt­schaftliche Dynamik der Region als Motor der Armuts­bekämpfung zu er­halten und zu steigern. Die Teilhabe der Armen am Wirtschafts­wachstum soll gestärkt werden. Dazu fördert Deutschland Vorhaben in den Bereichen:

  • Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit, insbesondere in kleinen und mittleren Volkswirtschaften,

  • Ausbau sozialer Sicherungs- und Dienstleistungssysteme und

  • Einbindung des informellen Sektors.

Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit, ins­be­sondere in kleinen und mittleren Volkswirtschaften

Damit sich noch mehr Menschen aus eigener Kraft aus der Armut befreien können, unterstützt Deutschland seine asiatischen Partner bei der Optimierung von Rahmenbedingungen für privatwirtschaftliche Aktivitäten. Durch wirtschaftspolitische Beratung zur Verbesserung des Geschäfts- und Investitionsklimas sollen insbesondere kleinere und mittlere asiatische Volkswirtschaften unterstützt werden, den Herausforderungen und Möglichkeiten der Globalisierung besser zu begegnen.

Neben der Förderung von kleinen und mittleren Unternehmen und der Entwicklung eines leistungsfähigen und stabilen Finanzsystems gilt es auch, die Berufsausbildung so zu organisieren, dass sie dem Bedarf des Arbeitsmarktes besser entspricht. Im Zuge von Beratungsmaßnahmen im Bereich der Handelspolitik werden darüber hinaus regionale und globale Integrationsprozesse gefördert und institutionelle Kapazitäten zum Schutz geistiger Eigentumsrechte gestärkt. Zudem wird die Verbreitung von Umwelt- und Sozialstandards vorangebracht.

Ausbau sozialer Sicherungs- und Dienstleistungssysteme

In Ländern, in denen ein schwach ausgebautes soziales Sicherungsnetz die Lebensperspektiven der Armen entscheidend beeinträchtigt, fördert die Bundesrepublik den Ausbau von Sicherungs- und Dienstleistungssystemen. Im Bereich Gesundheit werden die Gesundheitsversorgungssysteme auf nationaler und regionaler Ebene verbessert und Maßnahmen zur Familienplanung unterstützt. Darüber hinaus engagiert sich die Bundesrepublik für den Kampf gegen die Ausbreitung von HIV/AIDS. Weitere Vorhaben zielen auf den Ausbau von Kranken-, Renten und Unfallversicherungen oder haben das Thema Arbeitsschutz zum Inhalt. Im Versicherungsbereich nutzt Deutschland auch innovative Instrumente wie die Förderung von Mikroversicherungen, um auch armen Menschen Zugang zu Versicherungsleistungen zu ermöglichen.

Einbindung des informellen Sektors

Die Wirtschafts- und Sozialsysteme in den Partnerländen funktionieren nicht immer im wünschenswerten Umfang. Oft sind dort auch eine ausgeprägte Bürokratie sowie ungeklärte Eigentumsverhältnisse und Verantwortlichkeiten hinderlich für unternehmerische Tätigkeiten. Aus diesen Gründen werden viele Aktivitäten in die sogenannte Schattenwirtschaft verlagert. In diesem als "informell" bezeichneten Wirtschaftssektor lebt und arbeitet ein Großteil der armen Menschen in den asiatischen Partnerländern. Es ist ein wichtiges Anliegen der deutschen Entwicklungszusammenarbeit, ihnen den Übergang aus der Schattenwirtschaft in das reguläre Wirtschaftsgefüge zu erleichtern. Um benachteiligten Bevölkerungsgruppen größere Chancen auf ein besseres Leben zu eröffnen, engagiert Deutschland sich unter anderem im Bereich der Existenz sichernden Qualifizierung, vor allem von Jugendlichen, und für einen verbesserten Zugang zu Mikrofinanzdienstleistungen.

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