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Asien
Mit rund 28 Millionen Einwohnern ist Usbekistan das bevölkerungsreichste Land Zentralasiens. Es grenzt an alle zentralasiatischen Staaten und Afghanistan und spielt sowohl für die wirtschaftliche Entwicklung als auch für die Stabilität der Region eine Schlüsselrolle.
Bevor der Seeweg nach Indien und China entdeckt wurde, waren usbekische Städte wie Samarkand, Buchara und Taschkent wichtige Handelsplätze der berühmten Seidenstrasse. 1860 wurde die gesamte Region von Russland kolonisiert. Nach dem Untergang des Zarenreiches war Usbekistan für wenige Jahre unabhängig, 1924 wurde dann die Usbekische Sozialistische Sowjetrepublik gegründet. 1991 wurde Usbekistan erneut eine unabhängige Republik und gehört seither mit anderen Nachfolgestaaten der Sowjetunion zur Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS).
Seit der Unabhängigkeit des Landes ist Islam Karimow Präsident von Usbekistan. Bereits zu sowjetischer Zeit war er als Erster Sekretär der Kommunistischen Partei an der Macht. Obwohl der Präsident laut Verfassung nicht Regierungschef ist, konzentrieren sich die wichtigsten Machtbefugnisse in den Händen Karimows. Eine wirkliche parlamentarische Opposition existiert bislang nicht. Die Parlamentswahlen im Dezember 2009 erfüllten nach Einschätzung von Wahlbeobachtern der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) nicht demokratische Standards.
Usbekistan kann seit einigen Jahren eine solide wirtschaftliche Entwicklung vorweisen. Davon profitiert jedoch nur ein kleiner Teil der Bevölkerung. Vor allem auf dem Land, wo knapp zwei Drittel der Bevölkerung leben, herrscht große Armut und Arbeitslosigkeit.
Gold, Baumwolle und Erdgas sind die Hauptexportprodukte des Landes. Der großflächige Baumwollanbau belastet jedoch die Umwelt: Die künstliche Bewässerung der Felder führt zur fortschreitenden Austrocknung und Versalzung des Aralsees. Der intensive Gebrauch von Pestiziden, Insektiziden und Düngemitteln schädigt die Böden und das Trinkwasser in vielen Regionen des Landes.
Zusammenarbeit mit Deutschland
Die deutsch-usbekische Entwicklungszusammenarbeit konzentriert sich auf die Bereiche nachhaltige Wirtschaftsentwicklung und Gesundheit. Das bilaterale Engagement ist in ein umfassendes Regionalprogramm eingebettet, das die Zusammenarbeit in Bereichen wie regionale Wirtschaftskooperation, Rechts- und Justizreform und nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen fördern und vernetzen soll.
Aufgrund der schwierigen politischen Situation werden Maßnahmen der Entwicklungszusammenarbeit in Usbekistan so regierungsfern wie möglich und unter Einbindung der Zivilgesellschaft umgesetzt.
Deutsche Botschaft

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