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Asien
Bevor der Seeweg nach Indien und China entdeckt wurde, waren usbekische Städte wie Samarkand, Buchara und Taschkent wichtige Handelsplätze der berühmten Seidenstrasse. 1860 wurde die gesamte Region von Russland kolonisiert. Nach dem Untergang des Zarenreiches war Usbekistan für wenige Jahre unabhängig, 1924 wurde dann die Usbekische Sozialistische Sowjetrepublik gegründet. 1991 wurde Usbekistan erneut eine unabhängige Republik und gehört seither mit anderen Nachfolgestaaten der Sowjetunion zur Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS).
Seit der Unabhängigkeit des Landes ist Islam Karimow Präsident von Usbekistan. Bereits zu sowjetischer Zeit war er als Erster Sekretär der Kommunistischen Partei an der Macht.
Gold, Baumwolle und Erdgas sind die Hauptexportprodukte des Landes. Der großflächige Baumwollanbau belastet jedoch die Umwelt: Die künstliche Bewässerung der Felder führt zur fortschreitenden Austrocknung und Versalzung des Aralsees. Und der intensive Gebrauch von Pestiziden, Insektiziden und Düngemitteln schädigt die Böden und das Trinkwasser in vielen Regionen des Landes.
Usbekistan hat zwar wichtige Menschenrechtsverträge der Vereinten Nationen ratifiziert, darunter den Internationalen Pakt über Bürgerliche und Politische Rechte und das Übereinkommen gegen Folter. Dem stehen aber in der Praxis weiter Menschenrechtsverletzungen gegenüber. Usbekistan hat mit Wirkung vom 1. Januar 2008 die Todesstrafe gesetzlich abgeschafft und die Kompetenz zum Ausstellen von Haftbefehlen von der Staatsanwaltschaft auf die Gerichte übertragen. Eine Reform des Strafrechts im Jahre 2007 führte zu einer Reduzierung der zum Teil drastischen Gefängnisstrafen für eine Reihe von Straftaten. Trotz einzelner positiver Elemente ist die Bilanz bei den Menschenrechten noch nicht ermutigend.
Zusammenarbeit mit Deutschland
In Zentralasien spielt Usbekistan sowohl für die wirtschaftliche Entwicklung als auch für die Stabilität der Region eine Schlüsselrolle.
Die Zusammenarbeit konzentriert sich auf die beiden Schwerpunkte Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung und Gesundheit. Zudem ist Usbekistan in Regionalvorhaben eingebunden, die regionale Zusammenarbeit auf wirtschaftlichem Gebiet, in der Berufsbildung, im Mikrofinanzsektor und im Umweltbereich stärken und damit auch Krisen gezielt vorbeugen.
Deutsche Botschaft

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