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Pakistan

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Situation und Zusammenarbeit
Pakistan steht bei seiner politischen, wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung vor zahlreichen Herausforderungen. Die Unterschiede zwischen Arm und Reich sind gravierend, etwa zwischen Großgrundbesitzern und abhängigen Landarbeitern. Einer gebildeten Elite in Politik, Verwaltung, Armee und Wirtschaft steht eine Bevölkerungsmehrheit gegenüber, die an oder unterhalb der Armutsgrenze lebt. Etwa ein Drittel der Bevölkerung gilt als absolut arm. Im Index der menschlichen Entwicklung (HDI 2011) belegt Pakistan Platz 145 von 187 Ländern.
Trotz Bemühungen ist das Regierungshandeln insgesamt noch zu wenig entwicklungsorientiert. Der ohnehin niedrige Entwicklungsetat im pakistanischen Bundeshaushalt wurde in den vergangenen Jahren regelmäßig herangezogen, um Defizite in anderen Bereichen auszugleichen. Exporterlöse und Steuereinnahmen reichen nicht aus, um die wirtschaftliche und soziale Entwicklung voranzubringen und die Armut nachhaltig zu bekämpfen. Mit etwa neun Prozent des Bruttoinlandsprodukts hat das Land eine der niedrigsten Steuerquoten der Welt.
Das Bildungswesen wird nicht ausreichend gefördert. Etwa die Hälfte der Erwachsenen sind Analphabeten. Bei den Frauen liegt die Quote sogar bei rund 60 Prozent. Es gibt keine flächendeckende Gesundheitsversorgung und die Kindersterblichkeit liegt über dem asiatischen Durchschnitt.
Angesichts eines Bevölkerungswachstums von 2,4 Prozent steht Pakistan unter einem erheblichen Bevölkerungs- und Ressourcendruck. Der rasante Anstieg der vergangenen Jahrzehnte hat dazu geführt, dass Kinder und Jugendliche heute mehr als 50 Prozent der Bevölkerung ausmachen. Das Durchschnittsalter liegt in Pakistan bei 21 Jahren. Immer mehr junge Menschen leben am unteren Ende der Gesellschaft – ohne Aussicht auf einen Arbeitsplatz oder eine erfolgreiche Existenzgründung. Eine weitere Folge des Bevölkerungswachstums ist die Übernutzung der knappen natürlichen Ressourcen, insbesondere der Agrarflächen und des Wassers.
Eine Herausforderung stellt auch die Versorgung von Flüchtlingen dar: Die militärischen Auseinandersetzungen mit aufständischen Taliban und die Flutkatastrophe von 2010 haben Millionen Menschen zur Flucht gezwungen. Zwar sind die meisten mittlerweile wieder in ihre Dörfer zurückgekehrt. Doch die Zahl der Binnenflüchtlinge wird immer noch auf rund eine Million geschätzt. Hinzu kommen Vertriebene aus Afghanistan – 1,7 Millionen sind offiziell in Pakistan registriert. Sie leben zum Teil seit Jahrzehnten in der Grenzregion zu Afghanistan.
Wirtschaftliche Entwicklung
Angesichts einer unbeständigen Gesamtsituation, der ungünstigen Investitionsbedingungen und der Auswirkungen der weltweiten Finanzkrise hat sich das Wirtschaftsklima Pakistans seit 2008 deutlich abgekühlt. An frühere wirtschaftliche Erfolge (Wirtschaftswachstum 2004: 7,4 Prozent, 2005: 7,7 Prozent, 2006: 6,1 Prozent, 2007: 5,6 Prozent) konnte Pakistan nicht wieder anknüpfen. 2008 brach die Wirtschaftsleistung auf nur noch 1,6 Prozent Wachstum ein und konnte nicht mit der demographischen Entwicklung Schritt halten.
Im Herbst 2008 konnte ein Staatsbankrott Pakistans nur durch ein Beistandsabkommen mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) in Höhe von 11,3 Milliarden US-Dollar abgewendet werden. Die letzten beiden Tranchen des Programms kamen nicht zur Auszahlung, da Pakistan entsprechende Verpflichtungen, unter anderem die Anhebung der Steuerquote, nicht erfüllt hatte. Pakistan hat in der Konsequenz nicht um ein erneutes Beistandsabkommen ersucht. Vor dem Hintergrund einer gestiegenen öffentlichen Verschuldung ist es nun besonders wichtig, dass Pakistan seine Verbindlichkeiten ohne externe Unterstützung bedienen kann.
Die Verzögerung von wirtschafts- und fiskalpolitischen Reformen, eine unübersichtliche Subventionspolitik und die starke Abhängigkeit der Exportwirtschaft von wenigen Produkten (Baumwolle, Textilien, Leder, Reis, Sportartikel) gehören zu den Hauptursachen der wirtschaftlichen Stagnation. Zudem wird die pakistanische Wirtschaft durch fehlende Infrastruktur und eine akute Energiekrise gehemmt. Häufige Stromausfälle schränken das alltägliche Leben ein und haben enorme ökonomische Verluste zur Folge. Eine hohe Inflationsrate von derzeit rund 15 Prozent bedroht zusehends die kleine Mittelschicht und führt zu einem Anstieg von Armut und Ernährungsunsicherheit.
Die Landwirtschaft ist der wichtigste Beschäftigungssektor, hier arbeitet knapp die Hälfte der Bevölkerung. Pakistan besitzt in den Provinzen Punjab und Sindh die größten künstlich bewässerten landwirtschaftlichen Flächen der Welt. Die Anlagen stammen zum Teil noch aus der britischen Kolonialzeit, die Kapazität der Bewässerungssysteme ist daher begrenzt.
Größter "Exportartikel" Pakistans sind Arbeitskräfte. Vor allem in Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten sind pakistanische Gastarbeiter tätig. Die Rücküberweisungen von im Ausland lebenden Pakistanern sind in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen und tragen inzwischen erheblich zur Zahlungsbilanz des Landes bei. Im Zuge der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise brachen die Rücküberweisungen aus den Golfstaaten jedoch deutlich ein.
Fortschritte und Potenziale
Die pakistanische Regierung hat verschiedene Anstrengungen unternommen, das Land politisch zu festigen. So wurde 2010 nach einer Neuregelung des Länderfinanzausgleichs auch eine umfassende Verfassungsänderung verabschiedet. Sie stärkt unter anderem die Position des Premierministers, die Kompetenzen der Provinzen gegenüber der Zentralregierung und die Unabhängigkeit der Justiz. Auch das Recht auf Information und das Recht auf Bildung wurden in der Verfassung verankert.
Es sind jedoch weitere Anstrengungen erforderlich, um zu nachhaltiger Entwicklung und Stabilität zu gelangen. Grundvoraussetzung dafür sind ein umfassender Menschenrechtsschutz, Rechtssicherheit und eine Verbesserung der Regierungsführung. Durch eine effizientere Verwaltung, die Eindämmung von Korruption sowie durch eine bessere politische und soziale Einbindung aller Bevölkerungsgruppen kann der Weg auch für umfassende Reformen in der Landwirtschaft, der Industrie und im Energiesektor bereitet werden.
Wichtig für nachhaltige Fortschritte ist zudem, dass der Staat von der Bevölkerung als Schutzgarant und Dienstleistungserbringer auch in der Fläche wahrgenommen wird. Dies gilt vor allem in den umkämpften Regionen im Nordwesten des Landes. Um eine Rückkehr von Aufständischen zu verhindern, muss in diesen Gebieten eine funktionierende zivile Verwaltung aufgebaut, die Sicherheit der Zivilbevölkerung garantiert und die wirtschaftliche Entwicklung vorangetrieben werden.
Pakistan hat dafür gemeinsam mit internationalen Partnern wie Deutschland einen strategischen Ansatz erarbeitet, der im sogenannten Post-Crisis Needs Assessment (PCNA) von Asiatischer Entwicklungsbank, Europäischer Union, Vereinten Nationen und Weltbank aufgegangen ist. Das PCNA bietet einen gemeinsamen Handlungsrahmen, dessen Umsetzung Deutschland auch in den kommenden Jahren mit hoher Priorität unterstützen wird. Neben der bilateralen Entwicklungszusammenarbeit beteiligt sich die Bundesrepublik an multilateralen Instrumenten wie dem Multi-Donor Trust Fund für Khyber-Pakhtunkhwa, die Stammesgebiete und Belutschistan.
Als relevante Maßnahmen sind im PCNA die nachhaltige Wiederherstellung des staatlichen Gewaltmonopols, Vertrauensbildung zwischen Staat und Bürgerinnen und Bürgern durch eine leistungsfähigere, integrative Verwaltung, Versöhnung, Zugang zu Bildungs- und Gesundheitsdienstleistungen, Aufbau und Förderung von Wirtschaft und Beschäftigung und eine Reform des Status der Stammesgebiete benannt.
Der wichtigste Entwicklungsmotor Pakistans sind seine Menschen. Die wirtschaftlichen und sozialen Potenziale, insbesondere die der jungen Bevölkerung, kommen noch nicht ausreichend zum Tragen. Frauen sind gesellschaftlich stark benachteiligt und können sich nicht frei entfalten. Obwohl ein Diskriminierungsverbot in der Verfassung festgeschrieben ist, sind Frauen im Alltag häufig deutlich schlechter gestellt als Männer. Die Nutzung der eigenen Potenziale und die Schaffung von Perspektiven hängen maßgeblich vom Gestaltungswillen der pakistanischen Regierung ab. Deutschland hält Pakistan zu den dafür notwendigen Reformen an und unterstützt deren Umsetzung durch die Entwicklungszusammenarbeit.
Schwerpunkte der deutschen Zusammenarbeit mit Pakistan
Aus Pakistans zentralen Herausforderungen und den politischen Prioritäten seiner Regierung leiten sich die Schwerpunkte der pakistanisch-deutschen Entwicklungszusammenarbeit ab:
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Gute Regierungsführung
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Grund- und Berufsbildung
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Gesundheit
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Erneuerbare Energien und Energieeffizienz
Bei Regierungsverhandlungen im Mai 2011 wurde die Durchführung von Programmen in diesen Schwerpunkten im Umfang von 90 Millionen Euro für die Jahre 2011 und 2012 vereinbart.
Darüber hinaus stellt die Bundesregierung im Bedarfsfall immer wieder umfangreiche Mittel für die Not- und Übergangshilfe zur Verfügung, zuletzt 5,6 Millionen Euro im Oktober 2011 für die Opfer der Überflutungen in den Provinzen Sindh und Belutschistan. Davon werden 4,6 Millionen Euro vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und eine Million Euro vom Auswärtigen Amt getragen.
Die beiden Ministerien hatten bereits angesichts der Flutkatastrophe des Sommers 2010 insgesamt 35 Millionen Euro Soforthilfe bereitgestellt, die für Nahrungsmittel, Medikamente, Notunterkünfte und Maßnahmen der Übergangshilfe eingesetzt wurden.
Im Jahr 2009 hatte die Bundesregierung über das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) sowie das Welternährungsprogramm Finanzmittel zur Unterstützung von pakistanischen Binnenvertriebenen bereitgestellt. Weiterhin unterstützt die Bundesregierung kontinuierlich afghanische Flüchtlinge sowie deren Aufnahmegemeinden in Pakistan.
Bestandteil der pakistanisch-deutschen Zusammenarbeit sind außerdem Schuldenumwandlungen im Bildungs- und Gesundheitssektor sowie im Katastrophenschutz mit einem Volumen von 166 Millionen Euro. Dabei werden der pakistanischen Regierung für öffentliche Investitionen in vertraglich vereinbarte Entwicklungsprogramme Schulden in doppelter Höhe erlassen.
Um angesichts der großen geografischen Ausdehnung und Bevölkerungszahl Pakistans signifikante Beiträge leisten zu können, konzentriert sich die pakistanisch-deutsche Entwicklungszusammenarbeit auf die Provinz Khyber-Pakhtunkhwa (ehemals Nordwestgrenzprovinz), die Stammesgebiete (Federally Administered Tribal Areas, FATA) und die Zentralregierung. Einzelmaßnahmen werden in Gilgit-Baltistan und dem Punjab durchgeführt, sofern eine regionale Ausweitung für eine nachhaltige Wirkung von Sektorprogrammen notwendig ist. In Azad Jammu Kaschmir werden noch Wiederaufbaumaßnahmen nach dem Erdbeben 2005 abgeschlossen.
Deutschland gehört zu den wenigen Gebern, die mit eigenen Strukturen und Personal in Khyber-Pakhtunkhwa und den Stammesgebieten aktiv sind. Die schwierige Sicherheitslage stellt wachsende Anforderungen an die Projektentwicklung und -umsetzung.
Die Entwicklungszusammenarbeit mit Pakistan wird stark von nichtstaatlichen Trägern geprägt. Kirchliche Hilfswerke, politische Stiftungen und Nichtregierungsorganisationen führen, oftmals mit Mitteln des BMZ, in Konzeption und Partnerauswahl eigenverantwortliche Programme zu guter Regierungsführung, Demokratisierung, zivilgesellschaftlicher Beteiligung und Kontrolle, Förderung der Menschenrechte und zu Frieden und Konfliktbewältigung durch.
Gute Regierungsführung
2009, in der Übergangsphase von der Militärherrschaft zur demokratisch gewählten Regierung, vereinbarten Deutschland und Pakistan eine zusätzliche Kooperation im Schwerpunkt Good Governance. Deutschland unterstützt Pakistan bei Verwaltungsreformen, bei der Einführung einer transparenten und fairen Besteuerung und bei der Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen.
Bei der Verwaltungsreform geht es beispielsweise um einen höheren Deckungsgrad mit staatlichen Dienstleistungen, gerade im ländlichen Raum, und um mehr Transparenz des Verwaltungshandelns. Auch Programme der Krisenintervention und -prävention spielen im Schwerpunkt Gute Regierungsführung eine große Rolle. So werden beispielsweise die Lebensgrundlagen von afghanischen Flüchtlingen und der sie beherbergenden Bevölkerung verbessert.
Gute Regierungsführung ist darüber hinaus für die anderen Sektoren, beispielsweise Gesundheit, maßgeblich, so dass auch hier die Stärkung verlässlicher, transparenter und effizienter staatlicher Strukturen im Vordergrund steht.
Grund- und Berufsbildung
Bildung gehört seit den 1980er Jahren zu den Schwerpunkten der pakistanisch-deutschen Entwicklungszusammenarbeit. Deutschland leistet Beiträge zum Bau und zur Einrichtung von Klassenräumen, zum Aufbau von Schulbibliotheken, zur Reform der Lehrpläne und Schulbücher sowie zur Lehrerfortbildung. Ein besonderes Augenmerk wird auf die Förderung von Mädchenschulen gerichtet. Die pakistanische Regierung wird zudem bei einer umfassenden Berufsbildungsreform unterstützt.
Im Rahmen der Technischen Zusammenarbeit wird das nationale Bildungsministerium bei der Formulierung und Umsetzung seiner Ziele beraten. Unter Einbeziehung der Verantwortlichen auf Provinz- und Distriktebene wurde mit deutscher Unterstützung eine neue nationale Bildungspolitik entwickelt. Die dort erreichten Erfolge sollen nun auch auf das Berufsbildungswesen übertragen werden. Dazu unterstützt Deutschland die Nationale Kommission für Berufsbildung bei ihren Reformbemühungen. Ziel ist es, die staatlich definierten Rahmenbedingungen der beruflichen Ausbildung mit den Bedürfnissen des Arbeitsmarktes und des pakistanischen Privatsektors in Einklang zu bringen.
Gesundheit
In Pakistan erkranken immer noch viele Menschen an Krankheiten wie Polio, die anderswo nahezu ausgerottet sind. Die Mütter- und Kindersterblichkeitsrate gehört zu den höchsten weltweit. Qualität und Erreichbarkeit öffentlicher Gesundheitsdienstleistungen sind in Pakistan vergleichsweise gering. Alternative Angebote einer medizinischen Versorgung gibt es – wenn überhaupt – nur durch private Anbieter, die keiner staatlichen Kontrolle unterliegen. Ziel der pakistanisch-deutschen Entwicklungszusammenarbeit im Gesundheitssektor ist es daher, zur Verbesserung der medizinischen Grundversorgung und zur Entwicklung von Qualitätsanforderungen für den kommerziellen Gesundheitssektor beizutragen.
Darüber hinaus fördert Deutschland Programme zur Bekämpfung von Tuberkulose sowie zur reproduktiven Gesundheit und Familienplanung. In abgelegenen Regionen kommen dabei auch mobile Gesundheitseinrichtungen zum Einsatz. Mit deutscher Unterstützung wird zudem ein landesweites Blutbankensystem aufgebaut. Das deutsche Engagement umfasst außerdem die Aus- und Fortbildung und den nachhaltigen Einsatz von Gesundheitsmanagern und medizinischem Personal. Die Entwicklung von sozialen Finanzierungssystemen wird ebenso unterstützt wie die Verbesserung des Zugangs zu Gesundheitsdienstleistungen.
Erneuerbare Energien und Energieeffizienz
Die Entwicklungszusammenarbeit zwischen Deutschland und Pakistan im Schwerpunkt Erneuerbare Energien und Energieeffizienz begann in den 1960er Jahren. Mehr als 50 Prozent der insgesamt rund 2,3 Milliarden Euro umfassenden bilateralen Entwicklungszusammenarbeit sind seitdem in die Nutzung der Wasserkraft investiert worden. Um die Abhängigkeit von importiertem Erdöl zu mindern, will Pakistan die Nutzung erneuerbarer Energien weiter ausbauen. Im Norden des Landes sind große, bisher ungenutzte Potenziale für die Nutzung der Wasserkraft vorhanden. Das jahrzehntelange Engagement Deutschlands zeigt hier erkennbare Resultate: Eine ganze Generation von Wasserkraftwerken wurde unter deutscher Beteiligung errichtet. Die Bundesregierung war darüber hinaus auch wiederholt am Aufbau von Umspannstationen und Übertragungsleitungen zur Minimierung von Übertragungsverlusten beteiligt.
Auch im Bereich anderer alternativer Energieformen – Biomasse, Wind, Sonne – arbeiten Pakistan und Deutschland zusammen. Die entsprechenden Maßnahmen werden vorrangig in ländlichen Gebieten, die nicht an das nationale Energienetz angeschlossen sind, umgesetzt. In diesen vergleichsweise abgelegenen Gebieten soll dadurch zur wirtschaftlichen Entwicklung, zum Schutz knapper natürlicher Ressourcen und zur Bekämpfung der Armut beigetragen werden.
Ein weiterer Schwerpunkt der Zusammenarbeit ist die Steigerung der Energieeffizienz. Die ineffiziente Energienutzung behindert den Wettbewerb und die Entwicklung des produzierenden Gewerbes. In Zusammenarbeit mit der Privatwirtschaft, beispielsweise mit dem Textilsektor, und dem Wirtschaftsministerium analysieren von Deutschland finanzierte Experten, wo sich Einsparpotenziale ergeben und mit welchen konkreten Maßnahmen sich die Effizienz steigern ließe.
Deutschland wird sich in Pakistan zusätzlich mit Maßnahmen zur Erhaltung der Biodiversität und zum Schutz des Waldes engagieren. Neben dem Schutz knapper natürlicher Ressourcen und dem Katastrophenschutz (Schutz vor Überflutungen und Schutz von Wassereinzugsgebieten) soll damit ein Beitrag zur Vermeidung von Treibhausgasen und Emissionen geleistet werden. Die Bundesregierung reagiert somit auch in der Zusammenarbeit mit Pakistan auf die Herausforderungen des Klimawandels.
Informationen

Siehe auch
- 50 Jahre pakistanisch-deutsche Entwicklungszusammenarbeit
(PDF 272 KB, barrierefrei) - Pakistan
Länderkonzept des BMZ
(PDF 152 KB) - Video: Gudrun Kopp in Afghanistan und Pakistan
- Meldung 06.10.2011:
Parlamentarische Staatssekretärin Kopp beendet Pakistan-Reise mit Erwartungen an eine verbesserte Regierungsführung und kündigt 5,6 Millionen Euro Fluthilfe an - Meldung 11.08.2011:
Pakistan: Ein Jahr nach der Flut - Meldung 18.06.2011:
Pakistan auch in Zukunft unterstützen - Meldung 17.06.2011:
Dirk Niebel mahnt Reformen in Pakistan an - Meldung 16.06.2011:
Dirk Niebel besucht Swattal - Meldung 16.06.2011:
Dirk Niebel in Pakistan eingetroffen - Thema: Good Governance
- Thema: Bildung
- Thema: Gesundheit
- Thema: Energie
- Thema: Klimaschutz
- Thema: Umwelt
Publikationen

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Pakistan
Ein Partner vor besonderen Herausforderungen
(PDF 2,1 MB, barrierefrei) -
Deutsche Entwicklungspolitik in Asien
BMZ-Strategiepapier
(PDF 406 KB, barrierefrei) -
Förderung von Good Governance in der deutschen Entwicklungspolitik
BMZ Konzepte 172
(PDF 336 KB, barrierefrei) -
Chancen für Bildung
BMZ-Faltblatt
(PDF 306 KB, barrierefrei) -
Sektorkonzept "Gesundheit in der deutschen Entwicklungspolitik"
BMZ Konzepte 183
(PDF 331 KB, barrierefrei) -
Entwicklung braucht nachhaltige Energie
BMZ Materialien 186
(PDF 2,7 MB, barrierefrei) -
Katastrophenvorsorge – Beiträge der deutschen Entwicklungszusammenarbeit
(PDF 2,6 MB, barrierefrei)





