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Asien

Ökologisch tragfähige Entwicklung

Die deutsche Entwicklungs­zusammenarbeit in Asien verfolgt im Umweltbereich zwei übergeordnete Ziele:

Klimaschutz und Erhalt der Biodiversität.

Um diese Ziele zu erreichen, konzentriert sie sich auf folgende Bereiche:

  • Förderung der Energieeffizienz, erneuerbare Energien

  • Nachhaltiges Management und Schutz der natürlichen Ressourcen

  • Umwelt- und sozialverträgliche Stadtentwicklung, industrieller Umweltschutz

Die Bundesrepublik berücksichtigt bei ihrer Arbeit den engen Zusammenhang zwischen Klimawandel und Artenverlust und setzt auf integrierte Ansätze, die positive Wirkungen in beiden Bereichen haben.

Klimaschutz

Ein Fischer auf den Philippinen trägt einen Thunfisch auf der Schulter. Urheberrecht: Jason Gutierrez/IRINDie großen asiatischen Länder tragen mittlerweile erheblich zur Veränderung des Weltklimas bei. Ihr Anteil an den globalen Treib­haus­gas­emissionen wächst. Asien ist außerdem direkt von den Folgen des Klimawandels betroffen: Extreme Wetterereignisse wie Taifune, Überschwemmungen und Dürren häufen sich, die Wüsten dehnen sich aus und der Meeres­spiegel steigt an. In einigen Regionen können die Auswirkungen des Klimawandels zu einer Gefährdung der Er­nährungs­sicherheit und der Infra­struktur führen. Nach Angaben des Zwischen­staatlichen Aus­schusses für Klima­änderungen (Intergovernmental Panel on Climate Change, IPCC) könnten bis 2050 rund eine Milliarde Menschen in Asien von den Folgen des Klimawandels betroffen sein.

Durch Beratung, Technologietransfer und modellhafte Vorhaben unterstützt die deutsche Entwicklungszusammenarbeit vor allem die Schwellenländer Asiens dabei, ihre Treibhausgasemissionen zu verringern. Diese Unterstützung dient auch den internationalen Verhandlungsprozessen, mit denen angestrebt wird, China, Indien und Indonesien verstärkt an der Umsetzung der Klimarahmenkonvention und der Weiterentwicklung der internationalen Klimapolitik für die Zeit nach Auslaufen des Kyoto-Protokolls zu beteiligen.

Die ärmeren und kleineren Inselstaaten Asiens, die hauptsächlich von der Landwirtschaft leben, unterstützt die deutsche Entwicklungszusammenarbeit bei der Anpassung an den Klimawandel. Durch Investitionen in die Infrastruktur und in das Siedlungswesen, durch Anpassung der landwirtschaftlichen Nutzung, durch Maßnahmen zur Katastrophenprävention und durch die Einführung von Versicherungen sollen die Risiken des Klimawandels für sie gemindert oder abgesichert werden.

Die Partnerländer werden außerdem dabei unterstützt, erneuerbare Energiequellen wie Wind, Wasser, Biomasse und Sonne stärker zu nutzen.

Energieeffizienz

Im Bereich der Energieeffizienz wird deutsches Fachwissen in Asien stark nachgefragt. Hier trägt die deutsche Entwicklungszusammenarbeit unter anderem durch technische Modernisierung, Beratung und Ausbildungsangebote dazu bei, dass die Umweltverschmutzung bei der Erzeugung und die Energieverluste bei der Übertragung und Verteilung von Strom verringert werden.

Auch die Entwicklung einer modernen, umweltverträglichen Infrastruktur im städtischen und industriellen Bereich gehört zu den Schwerpunkten der Zusammenarbeit. Deutschland berät die Länder Asiens bei der nachhaltigen Entwicklung von Stadtzentren sowie Gewerbe- und Industrieanlagen, um integrierte Lösungen für die wachsenden Umwelt- und Sozialprobleme zu schaffen.

Erhalt der Biodiversität

Neemfrüchte mit Schmetterlingen, Urheberrecht: BMZAsiens Tier- und Pflanzenwelt ist einzigartig. China, Indien, Indo­nesien und die Philippinen gehören zur Gruppe der so­genannten mega­diversen Länder, in der 60 bis 70 Prozent aller lebenden Arten vorkommen. Der Erhalt und die nach­haltige Nutz­ung der bio­logischen Viel­falt Asiens ist deshalb ein wichtiges Ziel der deutschen Entwicklungszusammenarbeit.

Deutschland unterstützt seine asiatischen Partnerländer besonders bei der Umsetzung des UN-Übereinkommens über die biologische Vielfalt (Convention on Biological Diversity, CBD) und des internationalen Protokolls über die biologische Sicherheit (Cartagena-Protokoll). Mit Hilfe der deutschen Zusammenarbeit werden nachhaltige Schutz- und Nutzungskonzepte für die natürlichen Ressourcen entwickelt und umgesetzt.

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