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Asien
Die historischen Wurzeln des heutigen Laos liegen im 14. Jahrhundert. Damals vereinte Prinz Fa Ngum verschiedene Fürstentümer zum „Königreich der Millionen Elefanten“, Lan Xang. Über Jahrhunderte hinweg war das Land dem Expansionsdruck der mächtigen Nachbarn Birma, Siam (Thailand) und Vietnam ausgesetzt. 1893 gliederte schließlich Frankreich das Land in seine Kolonie Indochina ein. Seine Unabhängigkeit erreichte Laos 1954, stürzte jedoch in einen 20-jährigen Bürgerkrieg, der 1975 mit der Machtübernahme der kommunistischen Volksfront Pathet Lao endete. Die Laotische Revolutionäre Volkspartei (LRVP) ist als Nachfolgerin der Pathet Lao bis heute die einzige zugelassene Partei in der Demokratischen Volksrepublik.
Im Vietnamkrieg blieb Laos offiziell neutral. Da jedoch Nachschubrouten der kommunistischen Vietcong durch das Land verliefen, wurde Laos von den USA massiv bombardiert. Gemessen an Bevölkerung und Größe gilt es als das am stärksten bombardierte Land der Welt. Pro Einwohner fiel etwa eine Tonne Bomben – bis heute sind die Minenfelder und Blindgänger ein großes Problem.
Das einzige Binnenland Südostasiens zeichnet sich durch eine große Vielfalt aus. Die laotische Gesellschaft besteht offiziell aus 49 ethnischen Gruppen. Von der dynamischen Wirtschaftsentwicklung der Nachbarländer Thailand und Vietnam blieb Laos weitgehend abgeschnitten. Es gehört zu den am wenigsten entwickelten Ländern der Welt. Etwa ein Viertel der Bevölkerung lebt unterhalb der nationalen Armutsgrenze. Annähernd 85 Prozent der öffentlichen Investitionen stammen aus Mitteln der internationalen Gebergemeinschaft.
Doch seitdem Laos 1997 dem Verband Südostasiatischer Staaten (ASEAN) beigetreten ist, befindet sich das Land auf einem guten Weg: Die Regierung verfolgt eine Politik der marktwirtschaftlichen Öffnung. Die Wirtschaft des Landes wuchs in den vergangenen Jahren ungeachtet der Weltwirtschaftskrise jährlich um sieben bis acht Prozent, die Exporte sind deutlich gestiegen, die Inflationsrate war stets einstellig, der Anteil armer Haushalte ging zurück.
Laotisch-deutsche Beziehungen
Die Bundesrepublik Deutschland und Laos pflegen seit 50 Jahren diplomatische Beziehungen. Trotz unterschiedlicher politischer Systeme ist das Verhältnis freundschaftlich. 1975, nach der kommunistischen Machtübernahme in Laos, wurde die bilaterale Entwicklungszusammenarbeit mit der damaligen Bundesrepublik bis 1990 unterbrochen. Laos war in dieser Zeit jedoch ein Partnerland der DDR, mehrere tausend Laotinnen und Laoten absolvierten dort eine Fach- oder Hochschulausbildung. An diese Zusammenarbeit knüpfte die Bundesrepublik 1990 an.
Laos gehört zu den Kooperationsländern der deutschen Entwicklungszusammenarbeit, mit denen die Bundesrepublik auf Basis zwischenstaatlich vereinbarter Verträge eng zusammenarbeitet. Übergeordnetes Ziel der laotisch-deutschen Entwicklungszusammenarbeit ist die Armutsbekämpfung. Schwerpunktbereiche der Kooperation sind die ländliche Entwicklung sowie die nachhaltige Wirtschaftsentwicklung.
Deutsche Botschaft

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