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Asien
Die Geschichte Kambodschas ist eine Geschichte der Extreme: Seine Blütezeit erlebte das Land während der Herrschaft der Khmer-Könige zwischen dem 9. und 15. Jahrhundert. Ein Zeugnis dieser Hochkultur sind die Tempelanlagen der Angkor-Region. Leid und Vernichtung erfuhr das südostasiatische Land im 20. Jahrhundert: Seit seiner Unabhängigkeit von Frankreich 1953 durchlebte Kambodscha zahlreiche Konflikte, unter denen die Menschen bis heute leiden. 1969 bis 1973 wurde Kambodscha während des Vietnamkrieges bombardiert, um die Rückzugsgebiete der Vietcong zu zerstören. Anschließend verbreiteten die Roten Khmer unter Pol Pot Angst und Schrecken. Fast drei Millionen Kambodschanerinnen und Kambodschaner, rund ein Drittel der damaligen Bevölkerung, wurden ermordet oder vertrieben. Fast die gesamte geistige Elite des Landes wurde umgebracht und die Infrastruktur völlig zerstört. Erst 1993, mit den ersten freien Wahlen seit 20 Jahren, kehrte ein wenig Normalität in das Land zurück. Der jahrzehntelange Bürgerkrieg endete faktisch erst Anfang 1999, nachdem sich die letzten Kämpfer der Roten Khmer ergeben hatten.
Die Hoffnungen des Landes auf eine positivere Zukunft ruhen heute vor allem auf einer wachsenden Textilindustrie, der Baubranche, der Landwirtschaft und dem Tourismus. 2010 reisten rund 2,5 Millionen Touristen nach Kambodscha, vor allem um die Zeugnisse des einstmals mächtigen Khmer-Königreiches, das sich auch über große Teile des heutigen Thailand, Laos und Vietnam erstreckte, zu besichtigen.
Koordinierte Unterstützung
Kambodscha gehört zu den Kooperationsländern der deutschen Entwicklungszusammenarbeit, mit denen die Bundesrepublik auf Basis zwischenstaatlich vereinbarter Verträge eng zusammenarbeitet. Die Beziehungen zwischen Deutschland und Kambodscha sind freundschaftlich. Die Bundesrepublik unterstützt das südostasiatische Land aktiv bei seinem Entwicklungs- und Demokratisierungsprozess. Die wichtigsten Themen der kambodschanisch-deutschen Entwicklungspartnerschaft sind die Förderung der ländlichen Entwicklung, der Aufbau des Gesundheitswesens sowie die Förderung von Demokratie, Zivilgesellschaft und öffentlicher Verwaltung (Good Governance). Die Bundesregierung unterstützt zudem die Arbeit des Rote-Khmer-Kriegsverbrechertribunals zur Aufarbeitung des Völkermords und zur Förderung von Rechtswesen und Rechtskultur in Kambodscha.
Kambodscha ist Pilotland der Harmonisierungsinitiative des Entwicklungsausschusses der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD): Im Sinne der Erklärung von Paris zur Verbesserung der Effektivität von Entwicklungszusammenarbeit aus dem Jahr 2005 sowie des Aktionsplans der Konferenz von Accra aus dem Jahr 2008 soll die Entwicklungszusammenarbeit und der fachspezifische Austausch zwischen den verschiedenen Gebern und der kambodschanischen Regierung optimal koordiniert werden. Verbesserte Arbeitsteilung und Abstimmung unter den Gebern sollen die Wirksamkeit der Entwicklungszusammenarbeit erhöhen. Deutschland unterstützt diesen Prozess.
Deutsche Botschaft

Botschaft der Bundesrepublik Deutschland
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Phnom Penh
Kambodscha
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