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Asien
Das Leben in Bangladesch wird von Wasser bestimmt. Die Flüsse Padma (Ganges), Jamuna (Brahmaputra) und Meghna bilden die Lebensgrundlage der Menschen: Das nur wenige Meter über dem Meeresspiegel liegende Tiefland bringt durch die hohe Fruchtbarkeit des Bodens jährlich bis zu drei Ernten hervor.
Vom Wasser geht aber auch eine große Gefahr aus. Monsunregen, Hochwasser und Wirbelstürme aus dem Golf von Bengalen führen regelmäßig zu Überflutungen und forderten in den vergangenen Jahrzehnten mehrere Zehntausend Todesopfer. Heute bieten Schutzhäuser den Menschen bei Überschwemmungen mehr Sicherheit, die Zerstörung der Infrastruktur und der Ernte können sie jedoch nicht verhindern. Da sich diese Phänomene in der Zukunft voraussichtlich noch verstärken werden, bemüht sich Bangladesch intensiv um internationale Unterstützung bei der Anpassung an den Klimawandel.
Das politische Leben wird durch die beiden größten Parteien des Landes "Bangladesh Nationalist Party" (BNP) und "Awami League" (AL) und die Auseinandersetzungen zwischen deren Parteiführerinnen Khaleda Zia und Sheikh Hasina bestimmt. Klientelismus und Korruption sind verbreitet. Nach schweren Unruhen wurde Anfang 2007 eine von den Streitkräften gestützte Übergangsregierung gebildet. Sie konnte die innenpolitische Lage beruhigen, leitete verschiedene Reformvorhaben ein und führte Ende 2008 freie und faire Wahlen durch. Seit Januar 2009 wird die Regierung durch Premierministerin Sheikh Hasina von der Awami League geführt.
Entwicklungszusammenarbeit
Bangladesch konnte in den vergangenen Jahren Erfolge im Kampf gegen die Armut verzeichnen: Laut einer Studie aus dem Jahr 2010 (Household Income and Expenditure Survey 2010) sank der Anteil der unterhalb der nationalen Armutsgrenze lebenden Bevölkerung zwischen 2005 und 2010 von 40 auf 31,5 Prozent. Dennoch gehört Bangladesch weiterhin zu den am wenigsten entwickelten Ländern der Welt. Auf dem Index der menschlichen Entwicklung steht Bangladesch auf Platz 146 von 187 Ländern (HDI 2011).
Die Beziehungen zwischen Bangladesch und Deutschland sind seit der Unabhängigkeit des Landes im Jahr 1971 freundschaftlich. Die Bundesrepublik ist nach den USA der zweitwichtigste Exportmarkt des Landes. Als langjähriger und verlässlicher Partner in der Entwicklungszusammenarbeit genießt Deutschland großes Ansehen. Auch die deutschen Kirchen sowie zahlreiche Nichtregierungsorganisationen setzen sich gemeinsam mit ihren lokalen Partnern für die Entwicklung des Landes ein.
Bangladesch gehört zu den Kooperationsländern der deutschen Entwicklungszusammenarbeit, mit denen die Bundesrepublik auf Basis zwischenstaatlich vereinbarter Verträge eng zusammenarbeitet. Deutschland unterstützt Bangladesch vor allem im Bereich Good Governance und Kommunalentwicklung, bei der Entwicklung des Gesundheitssystems sowie bei der Verbesserung der Energieeffizienz und der Förderung erneuerbarer Energien. Außerdem werden Vorhaben unterstützt, die die Auswirkungen des Klimawandels reduzieren und die Biodiversität des Landes bewahren sollen.
Deutsche Botschaft

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Bangladesch
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