Integriertes Wasserressourcen-Management (IWRM)
Die Bundesrepublik orientiert sich bei allen entwicklungs-
politischen Maßnahmen im Wassersektor am international vereinbarten Leitbild des Integrierten Wasserressourcen-
Managements (IWRM).
Bei diesem Ansatz stehen die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und das Ökosystem jeweils als Ganzes im Mittelpunkt. Die unterschiedlichen Nutzungsansprüche sollen in einem integrierten Prozess gegeneinander abgewogen und unter Beteiligung aller Nutzer soll ein möglichst großer Konsens erreicht werden.
Das Wasserressourcen-Management berücksichtigt dabei sämtliche – oft auch überregionale und übersektorale – Nutzungsinteressen und Aktivitäten, die sich auf die Wasserhaushalte auswirken können. Bei einem Vorhaben zur Trinkwasserversorgung kann das zum Beispiel bedeuten, auch etwaige Wasserkraftanlagen, den Wald- und Erosionsschutz im Oberlauf eines Flusses, die Belastung von Wasser und Böden durch Abfälle oder die allgemeine Landnutzungsplanung zu berücksichtigen.
Wichtige Ziele des IWRM sind, Wasserressourcen nachhaltig zu nutzen, Konflikte um Wasser friedlich zu lösen, Armen bezahlbaren Zugang zu Trinkwasser zu ermöglichen und Krankheiten einzudämmen, die durch unsauberes Wasser hervorgerufen werden.
Das Konzept kann nur durch gemeinsames Vorgehen auf nationaler und internationaler Ebene umgesetzt werden. Es umfasst Strategien, die auf der niedrigsten angemessenen Ebene ansetzen und bis zur Regierungspolitik reichen. Die Nutzerinnen und Nutzer werden immer direkt beteiligt.


