Hintergrund
Biodiversität – Grundlage für nachhaltige Entwicklung
Der Begriff Biodiversität oder biologische Vielfalt hat sich seit etwa 20 Jahren in der wissenschaftlichen und politischen Diskussion durchgesetzt, weil er den natürlichen Reichtum der Erde treffend umschreibt: Biodiversität umfasst die Vielfalt der Tier- und Pflanzenarten, die Vielfalt der Ökosysteme und die genetische Vielfalt. Auch wir Menschen sind ein Teil davon. Die Vielfalt des Lebens auf der Erde gehört zu unseren natürlichen Existenzgrundlagen. Wir verdanken ihr nicht nur den unvorstellbaren Reichtum an Tier- und Pflanzenarten, der uns umgibt. Auch unsere verschiedenen Nahrungsmittel, unsere Baustoffe, unsere Energiequellen und die unterschiedlichen natürlichen Lebensräume auf der Welt sind ein Bestandteil der Biodiversität. mehr
Arbeitsfelder
Die biologische Vielfalt erhalten –
eine Aufgabe der Entwicklungszusammenarbeit
Die genetischen Ressourcen der Erde sichern unser Überleben. Sie sind weltweit die Grundlage unserer Versorgung mit Nahrung und gleichzeitig die wichtigste Beschäftigungsmöglichkeit und Einkommensquelle der Welt. In Zukunft wird die biologische Vielfalt darüber hinaus eine zentrale Bedeutung für die Abfederung der möglichen Folgen des Klimawandels haben. Der Großteil des Vorkommens an genetischer und biologischer Vielfalt ist in Entwicklungsländern zu finden. Für die dort lebenden Menschen sind diese natürlichen Ressourcen Lebensgrundlage – sowohl in Hinblick auf ihre Ernährung, als auch auf ihre medizinische Versorgung. Die Sicherung der natürlichen Reichtümer ist daher eine entscheidende Voraussetzung für Erfolge bei der Bekämpfung der weltweiten Armut. mehr
Dokumente und Links
Weiterführende Informationen
Hier finden Sie eine Auswahl von Links auf deutschsprachige Dokumente und Internetseiten, die ergänzende Informationen über das Thema Schutz der Biodiversität bieten. mehr
Beispiele
Nationalpark Vietnam
Der rund 86.000 Hektar große Nationalpark Phong Nha-Ke Bang liegt im Westen der Provinz Quang Binh in Zentralvietnam unmittelbar an der Grenze zu Laos. Wegen seiner einzigartigen Karstformationen wurde er im Jahr 2003 von der UNESCO als Weltnaturerbe anerkannt. Der Park ist außerdem durch eine besonders reiche Biodiversität mit einer großen Anzahl endemischer (also nur in der Region vorkommender) Arten geprägt. Manche von ihnen wurden erst in diesem Jahrzehnt entdeckt. Die biologische Vielfalt des Parks ist jedoch durch illegale oder unsachgemäße Nutzung gefährdet.

Projektname: Integrierter Naturschutz und nachhaltige Naturressourcenbewirtschaftung in der Phong Nha-Ke Bang Region, Vietnam
Ziel: Bewirtschaftung und Schutz der natürlichen Ressourcen und die sozio-ökonomische Entwicklung in der Region Phong Nha Ke Bang verbessern.
Strategie: Naturschutz und nachhaltige Entwicklung der Projektregion verknüpfen.
Deutscher Beitrag:
insgesamt 17,6 Millionen Euro
Laufzeit: 2007 bis 2016
Beispiele
Ressourcenschutz Namibia
Die ungleiche Verteilung des Landes und die rasch wachsende Bevölkerung führen in Namibia zu Problemen: Viele Menschen nutzen Flächen, die für intensive Landwirtschaft ungeeignet sind. Dadurch zerstören sie langfristig ihre eigenen Lebensgrundlagen. Da der Erhalt dieser Ressourcen wichtig für die wirtschaftliche und ökologische Stabilität des Landes ist, hat das namibische Umwelt und Tourismusministerium (MET) das Programm "Nachhaltige Bewirtschaftung natürlicher Ressourcen" gestartet.

Projektname: Nachhaltige Bewirtschaftung natürlicher Ressourcen
Ziel: Stärkung der fachlichen und organisatorischen Leistungsfähigkeit des namibischen Umwelt- und Tourismusministeriums, Sicherstellung des Schutzes und einer nachhaltigen Bewirtschaftung der natürlichen Ressourcen
Strategie: Verbesserung der Abstimmungs- und Kooperationsprozesse zwischen staatlichen Fachdiensten und den beteiligten gesellschaftlichen Gruppen, gemeinsame Entwicklung neuer Lösungsansätze für nachhaltiges Landmanagement und Ressourcennutzung
Deutsche Beiträge:
Stärkung der Kapazität des MET im Bereich nachhaltiges Ressourcenmanagement, kommunale Waldwirtschaft in Nordost Namibia, Bewirtschaftung der Nationalparke Bwabwata, Mudumu und Mamili.
Gesamt: circa 13,5 Millionen Euro
Laufzeit: 2004 bis 2012
Publikationen
-

Nachhaltigkeit
braucht Vielfalt
Alle Menschen leben
in Abhängigkeit
(PDF 1,4 MB, barrierefrei) -

Biologische Vielfalt
BMZ Konzepte 164
(PDF 504 KB, barrierefrei) -

Das grüne Gold der Inkas
Die DVD informiert über das besondere Potenzial der Kartoffel, in Zeiten des Klimawandels zur Sicherung der Ernährung in Nord und Süd beizutragen.


