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Handlungsfelder

Regionalentwicklung, Raumplanung und inter­kommunale Zu­sammen­arbeit

Straßenmarkt in Beira, Mosambik

Städtische und ländliche Entwicklung sind eng miteinander verzahnt: Urbane Zentren sind wichtige Märkte für Bauern und Handwerker aus ländlichen Gebieten. Deren Produkte und Dienstleistungen spielen wiederum eine wichtige Rolle für die Versorgung der Städte.

Städte erfüllen wichtige Aufgaben, von denen ihr Umland direkt profitiert: Hier befinden sich Bildungs- und Gesundheitseinrichtungen, Märkte, Lager und Transportmittel, Banken und Versicherungen sowie staatliche Verwaltungseinrichtungen. Für die Städte wiederum ist es überlebenswichtig, dass die Landwirtschaft im Hinterland gut funktioniert, damit die Versorgung der städtischen Bevölkerung gesichert werden kann.

In Entwicklungsländern finden heute 95 Prozent des städtischen Wachstums in sogenannten Ballungsräumen statt. Dabei handelt es sich um komplexe Gefüge aus städtischem und ländlichem Raum, in denen sich ein dichtes Netz politischer, wirtschaftlicher, sozialer und kultureller Funktionen aufspannt. Eine nachhaltige Regionalentwicklung, die den Austausch zwischen Kommunen untereinander sowie zwischen Stadt und Land berücksichtigt und fördert, rückt vor diesem Hintergrund zunehmend ins Blickfeld der deutschen Entwicklungszusammenarbeit. So werden Vorhaben aus den Bereichen Stadtentwicklung, ländliche Entwicklung, nachhaltige Wirtschaftsentwicklung, Umwelt und Ernährungssicherung aufeinander abgestimmt und in ihren Wechselwirkungen betrachtet. Auf diese Weise wird eine Entwicklung gefördert, die die Chancen der zunehmenden Verstädterung nutzt und ihre Nachhaltigkeit sichert.

Darüber hinaus wird der Austausch zwischen Städten gefördert, indem regionale und nationale Netzwerke und Verbände auf- und ausgebaut werden. Städte nutzen diese Möglichkeiten der Partnerschaft untereinander, um ihre Entwicklung voranzutreiben, und gewinnen so in der nationalen und internationalen Politik an Gewicht.

Präventiver Umwelt- und Ressourcenschutz

Eine erfolgreiche Regionalentwicklung und Raumplanung trägt ebenfalls dazu bei, negative ökologische, soziale und wirtschaftliche Auswirkungen zu verringern, mitunter sogar zu unterbinden. Das starke Bevölkerungswachstum in den Städten und die Zuwanderung aus ländlichen Gebieten zwingen vor allem Randgruppen dazu, Gegenden zu besiedeln, die aufgrund ihrer Lage und örtlichen Bedingungen dafür ungeeignet sind. In der Folge werden Böden und Wasservorräte übernutzt und verschmutzt, instabile Berghänge oder überflutungsgefährdete Gebiete bebaut und ökologisch bedeutsame Regionen zerstört.

Deutschland unterstützt seine Partner in den Entwicklungsländern darin, die örtlichen Gegebenheiten zu analysieren und entsprechend in eine ausgewogene Regional- und Stadtplanung einzubeziehen. Berücksichtigt werden Themen wie Wasserversorgung, Baugrundsicherheit, Bodennutzung, Rohstoffversorgung und Umweltschutz.


Lexikon der Entwicklungspolitik

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